Max Bronski „Die Josephsbrüder“

Max Bronski und „Die Josephsbrüder“ zeigt, wie dicht ein Roman erzählt werden kann, wie wenig Raum Vielschichtigkeit benötigt. Erneut ein Krimi des preisgekrönten Autors Franz-Maria Sonner, der seine Krimis als Max Bronski schreibt. Ein Text, der ausgefeilt und pointiert großartig unterhält. Es ist erneut sein Held, der nichts Heldenhaftes hat, Gossec, der mit seinem Trödelladen in einer Flaute steckt. Er ist aufgewachsen im Waisenhaus und bezeichnet seinen größten Einfluss als Lemmy Kilmister. Er trinkt gerne mit seinem Freund Julius ein Bierchen. Wenn sie beim Bier zusammensitzen, verflüssigt sich die empfundene Härte des Lebens. Am Anfang des Romans liegt Gossec am Boden und erwacht durch die Kälte des Bodens. Er erwacht niedergeschlagen im Kloster der Josephsbrüder. Es fing damit an, dass er Julius in seiner Firma ausgeholfen hat. Julius betreibt das Unternehmen CatSecurity. Der Name kommt wohl durch die Katzenliebe der Partnerin Tita, ohne die die Sicherheitsfirma nicht denkbar wäre. Aus religiösem Vorbehalt bittet Julius ihn, bei der Anfrage aus dem Kloster behilflich zu sein. Warum benötigt ein Kloster ein Sicherheitssystem? Bei den ersten Gesprächen zeigt sich, die Josephsbrüder sind eventuell nicht dass, was sie zu sein scheinen. Sie agieren auch als Goldschmiede und Restauratoren. Nachdem die Schutzvorrichtungen angebracht und installiert wurden, meldet sich die Versicherung des Klosters, denn es gibt Unstimmigkeiten und einen Einbruch. Gossec beginnt zu ermitteln und eine spannende und windige Geschichte entfaltet sich. Denn es gibt trotz der Haupthandlung sehr viel Nebenschauplätze und Entwicklungen. 

Erneut ein Bronski, der viel Freude macht. Bronski bietet kurzweilige Unterhaltung, die innerhalb der Krimiliteratur etwas Einzigartiges ist. Sein Sprachklang, Witz und genaues sowie verknapptes Erzählen begeistern immer wieder.

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