Torsten Harmsen: „Broiler, Wimpel, Westpaket“

Unsere Erinnerungen sind durch äußere Einflüsse geprägt oder werden durch diese geweckt. Meist sind es Dinge oder ein bestimmter Geruch oder Geschmack. Diese Erinnerungen sind mit unserem Umfeld wandelbar und oft mit der Kindheit und Jugend in Verbindung zu bringen. Denn wir wachsen mit diesen Dingen, doch mit der Fülle verringern sich die Wahrnehmungen zum Einzelnen. Die Dinge verändern sich und unser Bezug zu diesen ebenfalls. Doch das damalige Gefühl bleibt meistens. Torsten Harmsen geht nun einigen dieser Dinge nach und nimmt uns mit.  Der Autor wurde 1961 im Osten Deutschlands geboren und vollzieht somit eine individuelle Wiedervereinigung. Es gibt hier fast keine Trennung. Denn wir vermissen, erinnern oft dasselbe. Sei es der Kassettenrekorder, die Schreibmaschine, das Radio und das familiäre Essen bei und mit den Eltern. Auch die damaligen Eissorten vom Kiosk vermissen wir sehr. Welche Dinge haben uns beeinflusst, die es heute oft nur noch belächelt gibt?

Ein Buch, das uns mitnimmt in eine Reise in die Vergangenheit des Autors, dann aber unsere eigene Stimme, Stimmung und Gedanken einbezieht. Wir schwelgen, lachen und bedauern. Alles gleichzeitig und haben dabei viel Freude. Ohne dabei sentimental oder verklärt zu werden. Eine Reise, die eine Wertigkeit entfacht, die wir ab und zu verloren zu haben scheinen. Doch zeigt sich auch, dass wir Altes erneut und wieder zu schätzen wissen, wie zum Beispiel die Schallplatte. Auch das Buch, das niemals aussterben wird, solange wir uns der Bedeutung bewusst sind und bleiben!

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