Zum zweiten Mal habe ich den Leseschatz-Preis vergeben. Ich bedanke mich bei meinen Unterstützern, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, dem Literaturhaus Schleswig-Holstein und Kiels Stadtpräsidentin Bettina Aust. Der Preis ging an Jina Khayyer für ihr Buch „Im Herzen der Katze“. Die Preisverleihung fand am Montag, 23.03.2026 im Literaturhaus Schleswig-Holstein statt.
Der Abend war geprägt durch die tolle Jina Khayyer, die mit ihrer Ausstrahlung, ihrem Wissen und ihrer Erzählkunst das sehr gut besuchte Literaturhaus begeisterte und berührte.
Durch die Gespräche und den Austausch auf der Bühne, wurde ein Gedankenraum geöffnet, der uns allen bewusst machte, das alles politisch ist. Jedes Handeln oder Nichthandeln. Doch geht die Literatur viel weiter, denn Literatur darf alles und durch das Erzählen können wir reisen, Länder und Menschen kennenlernen, die nur durch einen Gedankensprung fern wirken.
Ihr Roman belegt, warum Literatur so wichtig und großartig ist. Literatur verbindet Geschichte mit Emotionen und durch die Empathie verbinden wir uns mit den Ereignissen sowie Charakteren und ein emotionales Wissen und Weltverständnis bleibt in uns haften.
„Im Herzen der Katze“, weil Iran als geographische Kontur dem Bild einer Katze ähnelt. Aber auch, weil die Katze der Legende nach mehrere Leben haben soll. Es gibt mehrere Leben, die wir durch diese Lektüre erfahren. Das ganz intime, persönliche und das öffentliche. Anhand mehrerer Generationen iranischer Frauen beschreibt die Autorin die Geschichte von Exil, Heimat, Unterdrückung, Freiheit und Emanzipation.
Ein intensives und spürbares Buch, das auch den Lebenswitz mit einbezieht. Ein sinnlicher und bildreicher Roman, der Mut zeigt und viele Gedankenprozesse anregt. Unbedingt lesenswert ist dieser Ruf und Kampf um die Freiheit.
Danke an die zahlreichen Besucher, danke an meine Weggefährten für den Leseschatz-Preis, danke an die Vorredner und danke besonders an Jina Khayyer, die den Preis angenommen und die weite Reise zu uns gemacht hat.






