Archiv der Kategorie: Erlesenes

Florian L. Arnold: „Ichae“

Eine Legende um den Bau eines Staudamms wird zu einem Bilderrausch. Ein Buch, das verzaubert und Märchenhaftes mit der Realität vermischt. Durch die lyrische Sprache erklingt hier etwas Besonderes, etwas das uns in seinen Bann zieht. Bei der Lektüre werden Erinnerungen an Figuren aus anderen Werken wach. Sei es Papageno von Mozart oder Hor aus dem Labyrinth der surrealistischen Geschichtensammlung „Der Spiegel im Spiegel“ von Michael Ende. Das Labyrinth taucht auch am Staudamm auf, der wie eine Stadt erbaut wird. Hochhinaus wird Leben aufgebaut, wo kein Leben mehr ist. Ein Damm, der abgrenzt und fernhält, ist das Fundament, das hier erschaffen wird. Die Dammbauer sind Sträflinge. Die Handlung wurde inspiriert durch wahre Ereignisse um Staumauern, Dammbrüche und Gefangenenlager.

Erzählt wird aus einer Zukunft, in der vieles still geworden ist. Es ist ein Erinnern des Erzählers. Er kannte noch Zeiten als Vogelgesang und die Sonne reine Freude und Wärme bedeuteten. Durch eine Messerstecherei wurde er zum Sträfling und zum Bau an einem Staudamm verbannt. Die dortige Gemeinschaft besteht aus einem älteren Anführer, einem Sprengmeister, einem Ziegelklopfer und seiner Schwester. Dabei ist noch ein Vogelfänger. Alle leben unter einfachen Bedingungen und der Ältere muss oft bei den hitzigen Gemütern handeln. Ihr Leben ist gespalten, losgelöst von einer Vergangenheit. Die gedankliche und seelische Verbindung mit dem vorherigen Leben wirkt wie eine morsche Brücke. Die Strafarbeit lässt sie ermüden und nach getaner Arbeit suchen sie Erholung und Zusammenhalt. Sofern dies möglich ist. Der Erzähler will seine Gedanken ordnen und möchte, dass erinnert wird. Doch alles Erdachte und Erbaute zerfällt irgendwann. Er schreibt nicht auf, sagt es nur einmal und es wird wie ein Gedicht, das vergeht. Auch der Damm ist ein Bauwerk, das diesen Gesetzen unterliegt. Das Bild vom Halt und Trennenden wird Schauplatz für Ereignisse, aus dem der Vogelfänger Ichae den Ich-Erzähler öfters retten wird und am Ende kommt er, der abschließende Punkt.

Atemlos wird die Legende von Ichae erzählt, denn Unterbrechungen werden nur angedeutet, denn es gibt sprachlich nur Einschnitte und die Aussage, der einzige Punkt, wird am Ende gesetzt. Es ist ein Sprachkunstwerk, das Kommas als einziges, aber bewusstes Stilmittel einsetzt. Doch sind es keine Satzwürmer, sondern eine weitere Metapher für den Inhalt, die auch Erklärung findet. Die Geschichte benötigt Hinwendung, um gänzlich erfasst und gesehen zu werden. Das Sehen bekommt durch Bilder Unterstützung. Die Illustrationen stammen von Max P. Häring.

Ein Kunstwerk, das die Realität märchenhaft beschreibt. Es ist Poesie, die unsere Phantasie und Vorstellungskraft in den Mittelpunkt stellt, wenn die Menschlichkeit vor den modernen Entwicklungen verstummt und gerade die Technologien keine Antworten geben. Durch den kurzen Text entsteht eine ganze Welt, die ganz anders und doch die unsere ist.

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Arno Frank: „Ginsterburg“

Ein Epos, das tief und breit seine und unsere Geschichte erzählt. In drei Abschnitten, jeweils fünf Jahre getrennt, erleben wir das Menschliche und die Unmenschlichkeit in einer fiktiven Kleinstadt. Es sind die Jahre 1935, 1940 und 1945. Die Machtergreifung wird durch die ausgewählten Jahre sehr spürbar und gleicht einer Hand, die eingreift, dann zupackt und immer fester zudrückt. Dabei wird gezeigt, wie die Menschen unter dem unmenschlichen System korrumpiert werden, leiden, missbraucht oder honoriert werden. Wie wurden die Täter zu solchen und was wurde aus der Menschlichkeit? Wo waren die guten Menschen, als das Unmenschliche sich im Alltag stark machte und die Mitmenschen in den Tod gingen?

Arno Frank schreibt sehr bildreich und erzeugt eine Nähe zu den Figuren, so dass der Roman sofort zum Bleiben einlädt. Die Ortschaft steht für alle Städte und Gemeinden der damaligen Zeit und ist somit überall zu finden. Die Charaktere sind die normalen Bürger, jene die mitgerissen wurden oder mitgerissen haben. Im Mittelpunkt stehen Menschen mit Bildung und Mitgefühl. Sie erkennen das Unrecht und beginnen die Situationen zu hinterfragen. Sie stehen für unsere persönlichen Fragen wie wir gehandelt hätten. Die Komplexität des Romans erschließt sich mit einer Leichtigkeit. Es ist ein literarischer Roman, der Geschichte erfahrbar macht und somit auf uns verweist. Kulturelle Entwicklungen werden sachkenntlich eingebaut. Am Anfang, nach der Machtergreifung, wird langsam das kommende Ausmaß deutlich. Da eine der Hauptfiguren Buchhändlerin ist, wird hierbei das Bildungsbürgertum angedeutet, das sich den Anordnungen der Verbände und der Politik beugen muss. Literaturlisten, die bestimmen, was gelesen werden darf. Auch die Medienlandschaft, besonders die Sicht auf den Journalismus, wird durch eine weitere Figur gut eingebunden. Merle, die Buchhändlerin, und Eugen, der Journalist und Autor, kommen sich im Roman immer näher. Wobei er verheiratet ist. Seine Frau aber die politischen Strömungen des Landes gutheißt und ihn drängt mitzugehen, um auch Karriere zu machen. Merles Sohn, der junge Lothar, verliebt sich und hat anfänglich eine zarte Seele, die es beim Angeln nicht schafft zu töten, dann aber davon träumt Pilot zu werden. Mit gemischten Gefühlen muss Merle Lothar beobachten, wie er zur Hitlerjugend geht. Können die Menschen dem Druck, der auf sie ausgeübt wird, entkommen?

Aber auch die Menschen, die profitieren, erleben wir. Die Papierfabrik, die sich sorgt, dann aber durch den enormen Waffenbau gute Aufträge für die Zündungsmechanismen und Füllmaterial der Einlagerung erhält. Der Blumenhändler, der politische Karriere macht und seine Macht immer für sich einzusetzen versteht. Menschen, die sich mehr um die Energie Sorgen machen als um ihre Mitmenschen. Die Menschen, die immer mehr Macht erhalten und vor Gewalt nicht zurückschrecken und jene, die leiden, dem Druck nachgeben, mitlaufen, schweigen oder in den Tod gehen tauchen in Ginsterbug auf und erschaffen dadurch ein großartiges facettenreiches Werk. In diesem Roman werden diese Gegensätzlichkeit und die Geschichte sehr lebendig. Sei es bei einem damaligen Autorennen, beim alltäglichen Leben, beim Kinobesuch und später während des Krieges. Die Kleinstadt als Mikrokosmos, als Bild für das Miteinander zu unmenschlichen Zeiten. Es sind die Beziehungen und das Menschliche, das den Ort anfänglich ausmacht. Das Geruhsame aber immer mehr durch das Weltgeschehen erschüttert wird.

Ein atmosphärischer und mitreißender Roman. Die Verstrickungen und die Zusammenhänge werden sehr gut ausgearbeitet und Ginsterburg wird zu einem erfahrbaren Ort, der uns alle berührt.

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Thomas Mortesá Hashemi: „Kontaktbruch“

Wir sollten die Welt lyrischer machen. Die Literatur und besonders die Lyrik erfassen wir niemals nur mit dem Verstand. Es sind Worte, die Inhalte und Geschichten auf den ersten Blick vermitteln. Doch durch die Kunst der Sprache und die verwendeten Metaphern erklingen in uns Emotionen. Durch die Gefühlswelt können wir uns somit viel besser mit unserem Umfeld verbinden. Alleiniges Wissen oder Fakten, die uns emotionslos erreichen, bleiben nicht gut haften. Durch die Kunst der Literatur können wir viel mehr verstehen und mitfühlen.

In der Gattung der Literatur ist die Lyrik etwas Besonderes. Gedichte sind Raumwunder. 

Solchen Raum hat Thomas Mortesá Hashemi mit seinem Debüt geschaffen. Beruflich ist er Philosophielehrer und Fachbereichsleiter an einer Schule in Berlin. Er schreibt Lyrik und versteht sich als Lyrikvermittler und Kritiker. Seine Werke beschäftigen sich mit Identität, Zugehörigkeit und fernöstlicher Philosophie.

Der Titel erzeugt durch das Wort und das Satzspiel auf dem Umschlag eine Ahnung des Kommenden. Kontaktbruch beinhaltet zwei Gegensätze, die vereint eine Trennung signalisieren. Der Kontakt und die Verbundenheit stehen mit dem Bruch, der Unverbundenheit, in den Betrachtungen der Texte. Dabei trifft das Gesellschaftliche, das Politische auf das Private. In der Kindheit und Jugend ist die Suche nach einem Zuhause durch die Eltern und die Familie geprägt. Mit dem Erwachsenwerden kommen diverse Einflüsse hinzu, die unser soziales Heim formen.

Thomas Mortesá Hashemi schreibt über die iranische Familie. Der genannte Perser steht für das Persischsein und für den Vater. Die Weite der Welt, das Fremde und das Bürgerliche wimmern durch die Zeilen. Die Erzählstimme spürt dem eigenen Gefühl nach und wandelt über den Kontaktbruch, über die Betrachtung zwischen Vater, Mutter und Sohn zu einer Räumung.  Dabei entstehen Stimmungen und Sprachfragmente über Bünde und fehlschlagende Verbundenheit. Die Poesie bedient sich dabei mehrfacher Stile und Ursprünge. Diese und die Inhalte erschließen sich nicht sofort, doch beginnen diese nach dem Lesen zu keimen. Wie musikalische Strophen erschließen sie sich durch Nachklang.

Diese Lyrik sucht sich einen Resonanzraum, der in uns weilt. Gedichte und Sprache erzeugen eine Schwingung, die nicht in uns erzeugt wird, aber dann zu unserer wird. Wir nehmen etwas anderes an. Auch das Bauchgefühl kommt in „Kontaktbruch“ in diversen Variationen vor und dies suggeriert eine wohlige Annahme, die auch zu täuschen vermag. Am Ende bleibt der Blick zurück, der Bauch betäubt und wir wittern Gitter, die Kontakte brechen.

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Nicolás Ferraro: „Ámbar“

Ein intensiver Noir-Roman aus Argentinien mit einer ungewöhnlichen Perspektive. Es ist ein preisgekrönter Thriller, der von Kirsten Brandt aus dem argentinischen Spanisch übersetzt wurde. Dieser Roman geht einem deshalb unter die Haut, weil die Geschichte von der fünfzehnjährigen Ámbar erzählt wird. Ihr Leben ist geprägt durch ihren Vater, Victor Mondragón, einem gefährlichen Gangster. Somit ist ihre Weltsicht durch Brutalität, Einsamkeit, Flucht und Kriminalität geformt worden. Sie ist es gewöhnt, ständig neu anzufangen und in neue Identitäten zu schlüpfen. Die Mutter ist weg und der Vater hat sie nun beständig an seiner Seite. Dadurch entsteht eine ungesunde Bindung und sie liebt ihren Vater, wie sie ihn auch zu hassen vermag.

Während Gleichaltrige sich mit Spielen, Konzerten oder anderen Dingen beschäftigen, lernt sie mit der Waffe umzugehen. Sie hat selbst ein abgesägtes Gewehr bei sich und sie hat die Wunden ihres Vaters zu versorgen. Sobald sie sich um die Schussverletzungen ihres Vaters gekümmert hat, wird sie mit der Auswahl der Tarnidentität belohnt. Sie kennt nur diese Welt und findet diese abstoßend, aber auch faszinierend. Sie möchte sich ein Tattoo machen lassen und spart heimlich darauf. Doch der Vater sagt auch, jedes gestochene Bild ist dann auch ein Wiedererkennungsmotiv. So auch der Auftakt, denn der Vater sucht einen Killer mit einem tätowierten Schlangenmotiv. Jemand hat seinen Komplizen erschossen und Victor verletzt. Nachdem der Durchschuss von Ámbar verarztet wurde, begeben sie sich auf einen düsteren Trip. Eine Reise, die Ámbar immer mehr in die Welt des Vaters eintauchen lässt, aber sie ihn auch langsam in Frage stellen lässt. Sie taucht ein in das brutale Leben und in die Vergangenheit von Victor und bekommt immer mehr Zweifel.

Ein packender Roman über eine junge Heldin, die ihren Weg finden muss und dabei zwischen Loyalität und Selbstschutz balanciert. Besonders ihre Entwicklung macht den Reiz dieser spannenden und nahbaren Lektüre aus. Ein charakterstarker Roman, der sofort Bilder und Emotionen erzeugt und uns an die Seite von Ámbar stellt und dadurch eine kindliche Sicht auf eine düstere, aber wohl realistische Welt offenbart. Denn hier wird eine Jugendliche zur Heldin, die durch ihr Umfeld das Kindliche abgeworfen hat.

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Jonathan Carroll: „Das Land des Lachens“

Ein magisches Buch. Ein Land, das nur Literatur zu erschaffen vermag.

Das Buch war jahrelang eines meiner Kult-Bücher und ich habe es nie ganz vergessen, aber aus den Augen verloren und nicht gemerkt, dass es (für mich klangheimlich) in die Buchwelt zurückgekehrt ist. Die Ausgabe, die mein Regal ziert, stammt von Suhrkamp. Der Heyne Verlag hat dieses Leseerlebnis 2021 aber wieder herausgebracht. Also wird es Zeit, diesen Leseschatz erneut zu heben. Was so unspektakulär und alltäglich beginnt, wird von Seite zu Seite skurriler und magischer. Carroll hat eine originelle Geschichte geschrieben, die im besten Sinne poetisch und literarisch ist.

„Das Land des Lachens“ handelt von Thomas Abbeys Spurensuche. Er versucht alles über den Schriftsteller Marshall France herauszufinden, um eine ultimative Biographie des Autors zu schreiben. Thomas bisheriges Leben stand im Schatten seines Vaters, dem Schauspieler Stephen Abbey. Seine Weltflucht gelang ihm mit einem Buch, das er immer bei sich führte. Es handelt sich um den Roman „Das Land des Lachens“ des früh verstorbenen Autors Marshall France. Diese Liebe zum Buch und das Erkennen der Möglichkeit, die in der Literatur steckt und lebt, lässt Thomas Lehrer werden. Die Arbeit erfüllt ihn nicht und ein Privatleben hat er ebenfalls kaum. Seine Leidenschaft bleibt das Buch und somit beschließt er, mehr über den Autor zu erfahren, um auch dann eine Biographie zu schreiben.

Seine Recherchen führen ihn in das idyllische Städtchen Galen, wo France zurückgezogen gelebt und geschrieben hat. Thomas trifft auf exzentrische Menschen, macht neue Freunde, ahnt aber, dass die Bewohner hier ein magisches Geheimnis hüten. Denn es sind nicht nur die Menschen, die ihn ansprechen, sondern auch Hunde, die plötzlich reden und behaupten, bald kein Hund mehr zu sein …

Die Liebe zur Magie des Lesens und Schreibens werden hier unterhaltsam fixiert. Bücher entstehen durch Phantasie, die diese dann an uns weiterreichen und in uns wachsen dürfen. Übersetzung stammt von Rudolf Hermstein.

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Edvard Hoem: „Der Heumacher“

Ein Roman, der uns Bilder, Geschichten und Emotionen aus einer vergangenen Zeit sendet. Edvard Hoem ist ein wunderbarer Erzähler. Er gräbt in den Überlieferungen seiner Familie und Nesje, der Heumacher, war sein Urgroßvater. Vieles wurde über ihn in der Familie geredet, aber es war dennoch wenig bekannt. Somit muss Hoem ihn als Figur herbeidichten, aus der Luft schöpfen und aus dem Nichts langsam die Möglichkeiten aufleben lassen. Es ist dabei ein Romanzyklus entstanden, wobei jedes Buch für sich steht und apart gelesen werden kann. Der Heumacher ist Knut Hansen Nesje und er ist der Sohn von Marta Kristine, bekannt aus dem Roman „Die Hebamme“. Nesjes spätere Frau Serianna und ihre Familie kommen vom Bortehof. Das dortige Leben wird im Roman „Der Geigenbauer“ beschrieben.

Knut Hansen, genannt Nesje, ist Witwer und lebt mit seinem Sohn oberhalb der kleinen Stadt Molde an der norwegischen Küste, am Romsdalsfjord. Er ist das Landleben gewöhnt und kennt nichts anderes. Seit Jahren ist er der Heumacher und schwingt die Sense seit seiner Kindheit. Er hat für sich Grund gepachtet und hofft, dass er es eines Tages kaufen darf. Sein Land hat er bald urbar gemacht und möchte es seinem Sohn vermachen können. Neben der Tätigkeit auf dem gepachteten Land, ist er beim Großbauern eingestellt. Er bekommt etwas weniger Geld als die Tageslohnarbeiter, befindet sich dafür aber in fester Einstellung. Er ist der Erste unter den Heumachern. Er gibt stets auf dem Feld das Tempo vor und ist somit für die Qualität und die Fertigstellung verantwortlich. Er lebt unter einfachen Bedingungen, hat sich aber mit viel Aufwand und Liebe ein Haus gebaut. Es ist das Jahr 1874 und er trifft auf Serianna. Sie sucht Arbeit und bei einem gemeinsamen Fischfang und der baldigen Zusammenarbeit lernen die beiden sich besser kennen und verlieben sich. Hans, Nesjes Sohn aus erster Ehe, verlässt den Hof kurz vor seiner Konfirmation, um Platz zu machen. Denn Serianna und Nesje heiraten und erwarten bereits Nachwuchs. Hans geht auch, weil er keine neue Mutter möchte und nun seinen eigenen Weg gehen will. Die jüngere Schwägerin von Nesje, Gjertine, verliebt sich in jungen Jahren in Hans, doch wird sie später einen anderen Traum verfolgen. Sie ist die zweite Hauptfigur im Roman und liest bereits in Norwegen alles über Amerika.

Nesje, der durch Beharrlichkeit, Fleiß und Zuverlässigkeit seinen Lebensweg beschreibt, beschließt dort zu bleiben. Viele sind damals ausgewandert, um der Armut zu entkommen. Doch Nesje kennt das harte Arbeitsleben und er und seine Frau versuchen, stets das Beste aus den Umständen zu machen. Doch vieles verändert sich kontinuierlich und der Fortschritt macht die Situation für den Heumacher immer schwieriger.

Seriannas jüngerer Schwester Gjertine möchte dem entbehrungsreichen Leben entkommen. Sie will nach Amerika auswandern und ist voller Zuversicht und Träume. Doch das Leben ist dort ebenfalls nicht leicht. Viele, die das Glück und den Wohlstand in Amerika suchten, haben meist nur das Land gewechselt, selten die Lebenssituation, die auch durch harten Lebenskampf und Mühseligkeit geprägt ist.

Eine berührende und schön erzählte Geschichte, die auf vielen Wahrheiten beruht. Es geht um Lebensträume und Wege. Die einen fügen sich und die anderen versuchen ihrem Schicksal zu entkommen. Beide Wege werden aber stets aktiv begangen und Hoem lässt durch seine Literatur die Charaktere und die damalige Zeit sehr lebendig werden. Fast sinnlich tauchen wir in diese Welten ein. In diesem Roman geht es um den Wunsch nach Halt, Liebe und die Sehnsucht nach Ferne und Hoffnung. Hier sind es besonders die Frauen, die die Anstöße geben und ihrer Abenteuerlust nachgeben. Ein sinnliches, spannendes und wunderbar geschriebenes Leseereignis. Aus dem Norwegischen von Antje Subey-Cramer übersetzt.

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Lyrik Liebe

In der Literatur kann sich die Lyrik wohl am meisten erlauben. Lyrik darf alles und somit entsteht eine Freiheit und enorme Vielfältigkeit. Durch Sprache, Klang, Aufbau und Rhythmus werden unsere Gedanken, Emotionen und Seelen berührt. Das Gedicht mag verspielt sein und durch die gewählte Form dem Inhalt einen Rahmen geben. Es darf herausfordernd sein. Die Reduktion auf das Wesentliche macht die Lyrik zu einem Transporteur, denn durch die Gefühlswelt oder Gedanken, die in Worte gegossen werden, erreicht das Gesagte uns auf unterschiedlichen Ebenen. Die Lyrik hat es leider schwer. Diese Literaturgattung wird im Buchhandel gepflegt, aber mehr aus Leidenschaft zu dieser Kunstform. Doch hat jedes Gedicht, wenn es unsere Gedanken, Emotionen oder die Empathie in der Kurzform anregt, einen enormen Mehrwert. Dies meist bereits nach zügiger Inhalierung. Natürlich muss es gut sein. Doch wann ist es ein gutes Gedicht? Dann, wenn es gefällt, berührt oder überrascht. Es kann ganz einfach sein.

Durch den sich nähernden Valentinstag, der der Liebe und Anerkennung geweiht ist, möchte ich diesen Anlass nutzen, um diese Wertschätzung auf die Liebe zur Lyrik auszudehnen. Denn um Liebe geht es doch auch fast immer …

Drei Lyrikbände möchte ich nun vorstellen. Weitere werden demnächst folgen.

„Poems from a secret garden“ von Lalena Hoffschildt und Salih Jamal. Beide vernarrt in Literatur und in Gedrucktes. Es wird als lyrischer Briefwechsel deklariert und soll zufällig, als schreibendes Beifallprodukt entstanden sein. Die Beiden haben sich sprachlich gefunden. Ein Tanz um Liebe, um Annäherung, Abstoßung und Vereinigung. Im Inhalt wird der jeweilige Text zugewiesen, doch beim Lesen hebt sich die Trennung auf und selten blättert man zurück, um zu erfahren, wer es schrieb. Es sind Lovesongs voller Sehnen. Salihs Werk taucht in seinen Zeilen stets auf. Denn er schreibt immer in seinen ganzen Prozessen. Das Grau und Orpheus winken durch die Zeilen und bekommen durch Lalena einen Gegenpol, der den Klang übernimmt, verändert und auflöst, um neu zu entfachen. Ein chronologischer Reigen und Tanz um Gefühle. Eine Liebeserklärung an die Lyrik, an die Liebe und an das Leben.

„Manches ist besser geküsst als gesagt“ von Hellmuth Opitz. Diese Poesiesammlung besteht aus einer Auswahl seiner Liebesgedichte, die in einem Zeitraum von vierzig Jahren entstanden sind. Es sind Liebesspielereien. Opitz tastet sich an die Liebe, der zarten und der körperlichen, mit Worten und Bildern heran. Dabei spielt er mit Bildern, die durch die Sinnlichkeit der Sprache, die Liebe und die Erotik umgarnen. Das liebevolle Handeln steht dabei stets im Mittelpunkt. Denn vieles wird wohl wirklich besser durch einen Kuss als mit Worten gesagt. Es macht Spaß, Opitz zu lesen und in den Bildern und Worten seine Kunst zu entdecken. Beim Lesen entblößt sich das kluge Gedicht und Menschlichkeit sowie Liebe wird überall spürbar.

Um mehr Lyrik und eventuell einen neuen Zugang zu finden, sind auch Anthologien wunderbar. In diesen Sammlungen gibt es oft tolles zu entdecken. Im Jahr 2022 wurden Lyriker eingeladen, eine Lyrikkarawane zu kreieren. Dieser Austausch ist nun als Buch „Die Lyrikkarawane. Sichere Texttransporte. Sichere Gedichte“ erschienen. Es gab ferner Bühnenvorträge und Workshops an diversen Orten. Somit ist die Karawane losgetrabt und hat uns durch die lyrische Reise viel zu zeigen. Es sind dabei Bildgedichte, kurze Reime und lange Gedankengänge. Künstler und Künstlerinnen, die bekannt oder erst hierdurch entdeckt werden können. Es finden sich der Verleger und Autor Günther Butkus unter ihnen, Anna Sanner, die literarische Ninja-Frau und Franziska Beyer-Lallauret. Diese sind als Beispiel bereits schon oft im Leseschatz aufgefallen. Aber es gibt viele weitere Lyriktreibende, die diese Karawane beleben und neugierig auf diese Literaturgattung machen.

Also mehr Lyrik wagen und Spaß mit der Literatur haben.

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Ryū Murakami: „Coin Locker Babys”

Es gibt noch mehr Murakami, zumindest einen weiteren, der neben Haruki Murakami in der literarischen Welt für Aufsehen sorgt. Es ist Ryū Murakami. Seine Romane sind voller Kontraste, werden klassisch, fast gradlinig erzählt und überraschen stets. Die Handlung hat eine begeisternde Zielführung und vieles wird, wie bei beiden Murakamis üblich, in Bildern angedeutet. Anfänglich ist das ganze Grauen zwischen den Zeilen versteckt und das ist es, was wohl den hauptsächlichen Reiz der Werke ausmacht. Das bekannteste Werk von Ryū Murakami ist wohl „Das Casting“, ein ganz leiser Spannungsroman, der den Horror in den letzten Seiten, wie ein Crescendo, freilässt.

„Coin Locker Babys“ ist in der deutschen Übersetzung von Ursula Gräfe schon länger verfügbar, aber der Roman ist nun auch frisch als Taschenbuch erschienen. „Coin Locker Babys“ ist ein Begriff, der häufig in Japan oder China für ausgesetzte Neugeborene verwendet wird. Der Drang, sich der unerwünschten Babys zu entledigen, wird dabei einfach durch die Ablage in Schließfächern getätigt. Es ist nahezu ausgeschlossen, dass die Neugeborenen dies überleben.

Ein Kind hat dies überlebt. Es schrie wegen der enormen Hitze und wurde gehört und aus dem Münzschließfach befreit. Somit erlebt das Kind eine erneute Geburt. Es ist der 18. Juli 1972. Er kommt in eine Säuglingsstation und erhält den Namen Kikuyuki Sekiguchi. Sekiguchi war der Name, den die Mutter auf den Karton geschrieben hatte, mit dem sie den Jungen in das Fach gesteckt hat. Kikuyuki ergab sich aus einer Namensliste für Findelkinder. Später bleibt es meist bei Kiku. In einem Waisenhaus trifft er auf den gleichalten Hashio Mizouchi, der ebenfalls ein Münzschließfach überlebt hat. Übler Geruch war seine damalige Rettung. Kiku und Hashi sind traumatisiert und auch als Kinder geht ihnen das Bild des Schließfaches nicht aus dem Kopf und begleitet sie in der spielerischen Phantasie. Sie wachsen im Waisenhaus und bei Pflegeeltern auf. Später macht einer seinen Weg als Sportler und der andere wird Rockstar. Sie leben in einer Zwischenwelt, in einem anarchischen Ortsteil von Tokio, der durch  Kriminalität und Prostitution geprägt ist. Hashi sucht seine Sexualität und beide die menschliche Nähe und Liebe. Kiku möchte auch Rache und bekommt dabei Unterstützung durch seine Freundin, die vor ihrer Familie geflohen ist, aber ein Krokodil mitbringt. Die Rachepläne gehen aber über die Suche nach der Mutter hinaus. Ein rätselhaftes Gift taucht auf und auch Hashis Karriere endet. Ein surrealer Trip beginnt in einem Japan der nahen Zukunft. Ein Coming-of-Age-Roman über Identität, Selbstwertgefühl, Rache und Macht. Die Resignation, Verzweiflung und Machtlosigkeit werden mit jeder weiteren gelesenen Zeile stärker erfahrbar. Innerhalb der modernen Machtzentren der Städte regen sich hier die niederen Instinkte. Die Entwicklung und die Vernichtung spitzen sich gehörig zu und die Protagonisten und die Handlung spielen mit unseren Emotionen und dem Verstand.

Wer Murakami mag, wird auch Murakami lieben. Die Wandelbarkeit und die Wahrnehmung unserer Welt verändern sich durch deren Bücher. 

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Martina Junk: „Wo der Wald beginnt“

Ein beindruckender Debütroman. Es geht um eine Freundschaft und um die Wiederfindung des Vertrauten. Es ist ein Spiel zwischen dem Land- und dem Stadtleben. Dabei wird überall die Furcht vor Veränderung und dem Fremden spürbar. Ein Roman über Lebensentscheidungen und über unsere ausgelagerten Ängste und unsere gedachten zwischenmenschlichen Hierarchien. Dieser tiefsinnige und doch kurzweilige Roman erinnert an „Martiniloben“ von Marlen Schachinger.

Kim reist aus der Stadt zu ihrer Freundin Anne und hofft auf schöne Tage auf dem Land. Anne war oft für sie ein Vorbild gewesen. Sie hatte etwas an sich, das sie begeisterte und faszinierte. Sie planten damals gemeinsam ein Blumengeschäft und ein Café zu betreiben. Dann lernte Anne ihren Mann kennen und verließ Berlin. Hat Anne sich verändert oder hat Kim sie anders wahrgenommen? Der Umzug von Anne hat die Freundschaft verändert. Nun wollen sie diese durch wenige Tage, die Kim sie besucht, auffrischen. Anne lebt in einem großen Haus mit riesigen Fenstern, die das Drumherum einfangen. Um das Dorf gibt es einen Wald und sonst nicht viel. Weite Wege muss man machen, um einzukaufen oder Erledigungen zu tätigen. Somit benötigt jeder ein Auto, das im Carport untergebracht ist. Das Landleben zeigt sich anders, als es sich Kim gedacht hatte.

Die Menschen sind wortkarg und misstrauisch. Auch wenn Anne mit ihrem Mann und den Kindern dort schon länger wohnt, sind sie immer noch die Zugereisten, die Fremden, die nach weiteren Karriereschritten wohl auch weiterziehen werden. Anne fällt es schwer, sich in im dortigen Leben zu integrieren. Ihr Mann ist oft lange bei der Arbeit. Als Kim anreist, ändert sich daran wenig. Anne will sich für Kim Zeit nehmen und auch die Nachbarn einbinden. Sie sagt, sie wäre dort glücklich. Aber irgendetwas stimmt hier nicht. Denn warum haben alle Gärten hohe Zaunanlagen und die Türen sollen stets geschlossen bleiben. Warum dürfen die Kinder nie alleine in den Garten und schon gar nicht in den Wald? Seltsame Geschichten werden sich um den Wald erzählt. Menschen, die dort vagabundieren und es wird erzählt, es gäbe dort auch etwas Bedrohliches.  

Die Dorfbewohner sind ein eingeschweißtes Netzwerk und alles Äußere wirkt in ihren Augen feindlich. Neben der Wohlfühlatmosphäre des Landes gibt es die Angst vor Einbrüchen, wilden Tieren und den Gerüchten um den Wald. Der Wald als mystischer Ort, der eine Region der Erholung und Naturverbundenheit ist, aber auch, aus alten Zeiten kommend, etwas Bedrohliches beherbergen kann. Wo der Wald beginnt ist somit eine Grenze, die wir uns lediglich denken. Es geht dabei um Abgrenzung und Ausgrenzung. Wir alle sehen uns und die Menschen in unserer Umgebung stets mit der eigenen Wahrnehmung. Das persönliche Umfeld ist, auch in Zeiten der Globalisierung, sehr klein. Auch wenn Berlin eine Großstadt ist, trifft man in seinem Wohn- und Lebensraum oft dieselben Menschen. Die Gesellschaft und wir alle gewöhnen uns an Ausgrenzung und sogar an Missachtung. Dies kann im Kleinen, aber auch im Großen geschehen. Wir stellen uns selbst oft in ein eigenes Licht und schauen auf andere herab oder herauf, ohne es zu merken, zu wollen oder es uns zu wünschen.

Ein spannender Roman, der subtil die Zwischenmenschlichkeit in allen Facetten beleuchtet.

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Juri Felsen: „Getäuscht“

In diesem Roman tritt uns ein introvertierter Held entgegen, der ganz genau Tagebuch führt. Er leidet, schmachtet und jammert. Dies aber auf glamouröse Weise, die zu begeistern versteht. Es sind elegante Satzkaskaden, die eine Gefühlswelt zu einer raumfüllenden Literatur machen. Der Erzähler lebt nach der Russischen Revolution in den zwanziger Jahren als Emigrant in Paris, der Welthauptstadt der Künste. Es ist eine bedeutende Stadt der russischen Emigration geworden. Die Oktoberrevolution 1917 hat viele in die Flucht getrieben und einige davon ließen sich in Paris nieder. Die meisten wurden mittellos und agieren zum Beispiel als Taxifahrer oder arbeiten schwer in den Werken von Renault. Viele hatten den Weg über Berlin genommen, doch wurde dann Paris die Metropole der russischen Kultur im Ausland.

Der Autor, Nikolai Bernhardowitsch Freudenstein kam 1894 in Sankt Petersburg zur Welt. Die jüdische Familie sah sich zur Flucht gezwungen, als die Beschränkungen zunahmen. Die Reise ging über Lettland und von dort immer weiter Richtung Westen. Es erschienen bereits Texte von ihm, aber er wurde gänzlich in Paris schriftstellerisch tätig und nannte sich Juri Felsen. Der Poet saugte die Stadt in sich auf und plante einen mehrbändigen Romanzyklus um einen Schriftsteller. Er wird mit Proust verglichen und beeinflusste seine Generation. 1943 wurde Juri Felsen nach Auschwitz deportiert und ermordet. Sein Werk geriet in Vergessenheit und wurde jetzt wiederentdeckt und von Rosemarie Tietze übersetzt und mit einem Vorwort versehen. Das Buch beinhaltet ferner ein Nachwort von Dana Vowinckel.

Der Erzähler führt Tagebuch und hält sein Innenleben fest. Er betrachtet sich genauestens und empfindet sich dem Umfeld enthoben. Doch als ein Teil der Gesellschaft ist er hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch nach Anerkennung und Distanzierung. Er erkennt, zu seinem Bedauern, dass er doch viele Gemeinsamkeiten mit den anderen hat und wohl auch genauso sang- und klanglos verschwinden wird. Er hat Geldsorgen, er macht sich allgemein viele Sorgen und Gedanken. Äußerlichkeiten interessieren ihn weniger. Er ist sich selbst Betrachtung genug. Dabei stellt sich eine Wehmut ein, die aber mit bittersüßem Humor eingefangen wird. Er wird liebestoll, denn ein Brief einer Bekannten aus Berlin kündigt den Besuch ihrer Nichte Ljolja in Paris an. Das was er über Ljolja hörte und weiß, lässt seine Gefühlswelt aufbrodeln. Mit Hochspannung erwartet er ihre Ankunft. Sein Wunschdenken und seine Phantastereien übertreffen dabei die Realität. Ljolja ist charmant und klug, doch weniger an ihm interessiert, als er es wünscht. Dadurch stellt er seine Beschützernatur und sein liebreizendes Sein immer mehr in Frage und verrennt sich in seinen Gedanken, die ihn und sein Handeln auch ins Lächerliche führen.

Ein eleganter, kluger und scharfzüngiger Roman. Die Tiefen des Innenlebens werden ganz genau beleuchtet. Dabei pendeln die Betrachtungen zwischen Melancholie, Wehmut und Humor. Ein Roman, der in den Reigen der Weltliteratur gehört. Juri Felsen ist ein kluger Sprachkünstler und Gefühlsdompteur.

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