Archiv der Kategorie: Erlesenes

Katharina Volckmer: „Der Termin“

Der Termin ist eine Sitzung bei Doktor Seligman. Eine Frau geht zum Arzt und beginnt sich wortwörtlich zu öffnen. Sie beginnt ihm unverblümt ihre Gedankenergüsse zu erzählen. Dabei wird es immer skurriler, witziger und schlüpfriger. Es ist ein Monolog voll bissigem Humor mit klugem Blick auf die Gesellschaft und unsere Geschichte. Im Vordergrund steht stets die Scham.

So wie der Redefluss beginnt, könnte man meinen, die Frau läge bei ihrem Psychotherapeuten auf dem Sofa. Doch nach wenigen Sätzen wird deutlich, der Arzt sitzt zwischen ihren Beinen. Somit kann der Termin für alle eine schamhafte Erfahrung werden.     

Gleich zu Beginn erzählt sie von ihren Träumen. Oft habe sie geträumt Hitler zu sein. Dabei wird sie auch hier sehr intim und gerade die Vorstellung, Hitler im Privaten zu erleben, im Schlafanzug sogar, lenkt das Ganze in eine Karikatur. Niemals gerät der Text aber in den Klamauk. Fraglich ist, ob denn stets der Schalk hier aus der Frau spricht?

Katharina Volckmer wurde 1987 in Deutschland geboren und lebt in London. Ihren Debütroman „Der Termin“ („The Appointment“) hat sie auf Englisch verfasst und dieser wird international gefeiert. Das Buch galt als schwierig für den deutschen Literaturmarkt. Doch ist es nun in der Übersetzung von Milena Adam erschienen. 

Auch die junge Frau, die Erzählerin des Buches, stammt aus Deutschland und hadert mit ihrer vermeintlichen deutschen verklemmten Art und dem Schamgefühl. Es geht um ihre Lust, ihr Schuldgefühl und die Selbstfindung und Benennung der eigenen Bedürfnisse. Ihre Abnabelung von der Heimat und die Neufindung vollziehen sich durch Beziehungen. Sie sehnt sich nach einer Abgrenzung von Vergangenheit und Gegenwart. Im Rundumschlag wird hier die Suche nach allgemeiner und sexueller Identität beschrieben. Gegenüber stehen dabei die Abneigung gegen den eigenen Körper und die Hoffnung durch Erfüllung im Körperlichen. Das sexuelle Sehnen findet die Protagonistin in einem Mann, hier lediglich K genannt. Doch wirkt die Körperlichkeit am Ende wie ein Farbenrausch, in dem letztendlich etwas Trauriges lauert. Durch das genannte Lila vermischen sich in der Bedeutung der Farbsymbolik die Geschlechter. Eine Farbe der Emanzipation und der Befreiung leuchtet somit dezent am Ende.

Der Blick aus London auf Deutschland kann nur ein komischer sein. Zumindest in diesem Roman. Die kulinarische Küche als Beispiel des Versagens oder der Nürnberger Christkindlmarkt als historische Kulisse für Bedeutenderes dieser Stadt. Der Schulunterricht in der Nachkriegszeit wurde geschmückt mit krampfhaften Beweisen, gänzlich entnazifiziert zu sein. Es folgen noch weitere kulturelle und gesellschaftliche Spitzen. 

Der ganze Monolog über Scham, Sex, Geschichte und Selbstbestimmung ist bitterböse und unglaublich humorvoll. Hinter den ganzen pointierten Witzen stecken stets eine Tiefe und eine zarte Melancholie. Ein junges Buch, das zynisch, wütend und aus der Distanz einen schamhaften Blick auf ein zeitliches und räumliches Zurück wirft.

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Gert Loschütz: „Besichtigung eines Unglücks“

Gert Loschütz begeistert erneut. Mit seinem neuen Roman begibt er sich wieder auf Spurensuche und verwebt Geschichte mit Literatur. Der Auftakt des Romans ist ein Zugunglück, das sich im Dezember 1939 vor dem Bahnhof von Genthin ereignete. Es geht um die Geschehnisse, die zu dieser Katastrophe führten und Gert Loschütz erzählt drumherum Geschichten, die bis in unsere Gegenwart wirken. Sehr literarisch und bewegend entwickelt Loschütz seinen Roman, dem er ganz viel Leben einhaucht. Niemals wird er sentimental oder zu dokumentarisch. Seine große Kunst ist es, sprachlich und durch das fein gewobene Netz an Ereignissen an den Text zu fesseln und am Ende, wie bereits bei „Ein schönes Paar“, auch mit Überraschungen aufzuwarten.

In einer kalten Dezembernacht 1939 prallen zwei Züge kurz vor dem Bahnhof von Genthin aufeinander. Der eine war gänzlich überbucht und hatte somit durch das Ein- und Aussteigen an den vorherigen Haltestellen und der jeweils schweren Anfahrt eine Verspätung eingefahren. Der schnellere Zug auf demselben Gleis dahinter wird vom Bahnpersonal wahrgenommen. Er soll zum Halten gebracht werden. Doch gehalten hat der andere. Hat jemand das Signal zu früh gegeben oder wurde  das Haltesignal vom entsprechenden Lokführer übersehen? Die entscheidenden Handlungen hatten eine Zeitspanne von vier Sekunden.

Der Journalist Thomas Vandersee sichtet im Nachhinein Materialien und rekonstruiert das schwere Zugunglück. Ganz genau und fast schon minutiös begibt er sich auf die Suche nach Ursachen des Unfalls und wird bei der Namensliste der Toten und Verletzten stutzig. Es sind die Namen Giuseppe Buonomo und Carla Finck, die ihm auffallen. Giuseppe Buonomo ist beim Unglück ums Leben gekommen. Carla Finck hat traumatisiert überlebt und nennt sich im Krankenhaus Carla Buonomo. Dabei ist sie mit Richard, einem Juden aus Neuss verlobt. Dieser mysteriöse Vorfall weckt das Interesse von Thomas. Was hatte Carla vor? Wem galt ihre Liebe und mit wem plante sie eine sichere Zukunft? Je weiter Thomas sich in den Vorfall einliest und sich die Ortschaften ansieht, wird auch seine persönliche Familiengeschichte lebendig. Carla hat neue Kleidung erhalten, die ihr von einem Kaufhaus, in dem Thomas Mutter zur Lehre ging,  geliefert wurden. Wahrscheinlich hat sogar Lisa Carla die Sachen gebracht. Lisas Leben ist ebenfalls schicksalhaft. Sie träumte von einem Leben an der Seite eines hochtalentierten Musikers.

Gert Loschütz verknüpft Menschen und Schicksale mit realen Ereignissen und alles steht miteinander in Verbindung. Jede Wendung, Entscheidung oder alle schweren Unglücke führen zu weiteren Ereignissen, die bis in die Gegenwart nachklingen. Gert Loschütz hat erneut einen sprachlich und inhaltlich intensiven Roman vor dem Hintergrund deutscher Geschichte geschrieben. Seine Figuren werden sehr lebendig. Die Handlung und mit ihr die Charaktere haben stets etwas Suchendes. Auch literarisch tastet sich Loschütz an den Stoff heran und die anfänglichen vier Sekunden werden in Folge ein ganzer Kosmos. Die Frage „was wäre wenn“ ergibt sich stets nur aus der Rückschau. Beim Handeln ist man stets Agierender und wird zuweilen innerhalb weniger Sekunden umgelenkt. Erneut zeigt sich auch das Können des Autors am Ende. Hier rührt er erneut Herz und Geist. Ein großer und sehr lesenswerter Roman. Ein Anwärter für den Leseschatz des Jahres.

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Hannah Lühmann: „Auszeit“

Die Auszeit, um die es hier geht, handelt von einer jungen Frau, die nach einer Abtreibung in Trauer verfällt und mit einer Freundin gemeinsam ein Refugium im Bayerischen Wald aufsucht. In einer Hütte im Wald wollen beide Frauen eine Auszeit nehmen und mit Hilfe der Natur den inneren Einklang wieder finden. Es sind die Wünsche und Träume einer jungen Generation, die sich hier in den Protagonisten spiegeln. Der Roman ist unterhaltsam, mit einer gewissen Leichtigkeit geschrieben. Das vermeintlich Einfache kann sich im Nachklang als Tiefgründiges erweisen und neben der Unterhaltung und dem Lesespaß klingt auch etwas Melancholisches mit.

Das Buch verwebt in der Metaphorik oft ein Innen und Außen. Grenzen, die durch einfache Symbolik in der Natur erscheinen, können Sinnbild der inneren Blockaden sein. Alles wirkt aufeinander ein und ist Resonanz. Gleich dem Atmen strömt etwas in den Lebensraum, wird aber auch erneut ausgestoßen oder sucht sich seine Möglichkeit des Ausbruchs aus dem Schutzraum. Henriette, der Hauptcharakter, schreibt schon lange an ihrer Dissertation über die Kulturgeschichte des Werwolfs. Dieses Fabelwesen ist eine unnatürliche Natürlichkeit. Etwas Ungeheuerliches brodelt innerlich, sucht sich seinen Freiraum, verdrängt das Eigentliche und wird tierischer als der Mensch und das ursprüngliche Tier.

Henriette verbringt mit ihrer guten Freundin Paula eine Zeit in einer abgelegenen Hütte im Wald. Der Vorschlag kam von Paula, da Henriette Zeit benötigt, um das ungeborene Kind zu betrauern und um endlich auch ihre Doktorarbeit fertigzustellen. Ihr Doktorvater drängt auf baldige Abgabe. Henriette hat sich bisher einfach vom Leben treiben lassen. Entscheidungen wurden ihr oft durch Wendungen, Zufälle oder Andere abgenommen. Nun steht sie für sich alleine da und muss langsam Klarheit bekommen, was sie im Leben möchte, was sie zukünftig erwartet. Paula, die auch noch nach ihrem Glück sucht, aber innerlich gefestigter wirkt, unterstützt Henriette. Im Zentrum steht das Innenleben beider Frauen. Im Wald trifft die Suche nach dem Lebensglück auf Werwölfe, Reiki und Resonanzkörper. Dies klingt spiritueller als es im Text tatsächlich ist. Sehr unterhaltsam und klug werden diese ganzen Elemente eingebaut. Wie soll man endlich Klarheit im Leben finden, wenn alles noch unklar ist? Wie und wo findet man das Glück? Die Einsamkeit, die Natur tut den Frauen gut und sie finden eine anfängliche Ruhe. Doch ein Freund, der dazustößt, wirbelt alles durcheinander.

Ein Roman über Freundschaft, Träume und Ängste. Der Text spielt auch mit der Frage, wie man das Glück findet, wenn  sich dies stets verbirgt, auch wenn man vermeintlich doch alles im Leben bereits besitzt oder haben kann? Das lineare Leben benötigt Raum, um sich in diesen hineinentwickeln zu können. Das Einfache wird begrenzt durch die Sehnsucht nach Unabhängigkeit und den inneren gebändigten Wilden.

Hannah Lühmann hat mit ihrem Debütwerk einen leicht lesbaren Roman geschrieben, der Spaß macht und zum Nachsinnen einlädt.

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Christine Avel: „Nur hier sind wir einzigartig“

Ein Roman wie aus der Zeit gefallen. Ein Text, der uns mit seinen Protagonisten gänzlich aus dem Umfeld zieht und mit seiner sonnigen Wärme auf eine griechische Insel zum Verweilen einlädt. Es geht um den Verlust der kindlichen Leichtigkeit im Leben.

Die Handlung spielt um eine Gruppe von Kindern, die jeden Sommer zusammen auf einer griechischen Insel verbringen und eine sorgenfreie Zeit genießen. Im ersten Satz keimt bereits die endliche Weite der Protagonisten: „Die Welt beginnt und endet hier.“ Sie leben in einer kindlich reduzierten Welt. Die Vereinfachung spiegelt sich auch in den Kurznamen, die sie sich jeweils geben. Mit jedem neuen Sommer rückt aber die Schwelle zum Erwachsenwerden auf sie zu und mit ihr zieht auch die Schwere in ihren Alltag.

Am Anfang können die Kinder gar nicht schnell genug in die Sonne und ans beziehungsweise ins Meer kommen. Die Helligkeit, die sie umgibt, prägt ihre jährlichen Sommermonate. Später, mit dem Älterwerden, meiden sie die heiße Sonne immer mehr. Die Kinder kommen aus Italien oder Frankreich und freuen sich stets aufeinander und auf die gemeinsame Zeit. Die Insel wird für sie zu einer Parallelwelt, die ihre eigentliche Heimat wird. Auf der Insel, die nur durch die Nennung eines Ortsnamens auf Kreta schließen lässt, arbeiten die Eltern als Archäologen. Die Ausgrabung wird aber immer ausufernder, wobei sie wenig ergiebig ist. Durch den Umfang der Ausgrabungsstätte reisen die Erwachsenen immer wieder an und überlassen die Kinder ganz sich selbst. Somit rückt der Alltag gänzlich aus deren Wahrnehmung in den jeweiligen Sommermonaten. Die Familienprobleme oder die Schule bleiben der Insel fern. Hier, in der Einfachheit der Unterkunft und Umgebung, finden die Kinder ihr Paradies und empfinden sich in der Gemeinschaft als einzigartig.

Sie machen alles in der Gemeinschaft und dies stärkt das soziale Miteinander. Anfänglich werden die Sprachbarrieren durch eigene Wortschöpfungen überbrückt. Sie streunen um die Ausgrabungsstätte, die Dörfer und die umliegende Landschaft. Sie baden im Meer und vergraulen die Touristen aus ihrem Refugium. Doch jedes Jahr bringt seine kleine individuelle Veränderung mit sich. Das Ungehemmte und vor den Freunden Entblößte wird von der erwachenden Scham bedeckt. Die irritierende Gefühlswelt trifft auf die Teenager und erweckt Neues in der eingeschweißten Gemeinschaft. Die Kinder ahnen das Ende ihres Sommers und ihrer Kindheit. Die Liebe und die ganze Gefühlswelt überschattet die bisherige Leichtigkeit.

Der Roman verzaubert durch seine Herzlichkeit und literarische Wärme und man tobt mit den Kindern in der griechischen Insellandschaft. Bis der Alltag die Kinder und uns, die Leser, einholt. Eine zarte Melancholie fordert ihren Platz. Wie die griechische Folklore, die von einer lebensfrohen Melancholie getragen wird, lebt auch der stimmungsvolle, poetische Text von diesem natürlich wirkenden Zwiespalt.

Ein Roman, der sinnlich, schön und bildreich geschrieben ist. Aus dem Französischen wurde der Roman von Christine Ammann übersetzt. Es sind ein Ruf nach Freiheit und der beständige Wunsch nach Sorglosigkeit, die diesem Werk inne wohnen. Beim Lesen färbt die wärmende Inselsonne unseren Alltag. Mit leichter Wehmut bekommt die vermeintliche Leichtigkeit ihre Tiefe und Schwere zurück.

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Annette Hug: „Tiefenlager“

Diese großartige Literatur geht uns alle an. In diesem Roman wird ein bisher nicht gelöstes Problem angesprochen und gegenwärtig sichtbar gemacht. Ein Problem, das weit in die Zukunft reicht und wirkt. Dabei ist das Buch kein Science-Fiction-Roman mit einer fern dystopischen Zukunftsaussicht. Es geht um die Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Die Entsorgung des Atommülls ist ungelöst. Diese Abfälle stellen uns vor große Herausforderungen, denn aufgrund der langen Halbwertszeiten radioaktiver Substanzen ist eine sichere Lagerung von über 1 Million Jahre nötig. Was passiert mit den jetzigen Zwischenlagern und der Endlagerung in einer solchen ungreifbaren Zeitspanne? Wer gibt Zeugnis ab und warnt die zukünftigen Generationen? Welche Sprache erreicht die Menschen in der Zukunft oder welche Symbole können greifen? Fünf Menschen mit verschiedenen Hintergründen haben eine bahnbrechende Idee.

Es beginnt in Hongkong bei einer Begegnung und die Idee keimt und wächst. In Folge werden es drei Frauen und zwei Männer sein, die die Zukunftsprobleme der nicht wiederverwertbaren und gefährlichen Stoffe durchdenken. Es sind eine Linguistin, eine Finanzspezialistin, ein Nuklearphysiker aus der Sowjetunion, ein ehemaliger Kernkraftwerkmitarbeiter und eine Pflegerin aus Manila. Damit kein Mensch durch die Strahlung eines Endlagers getötet wird, wollen sie die Gefahren des Atommülls dokumentieren und weiterreichen. Doch wie kann sichergestellt sein, dass die Informationskette bis weit in die Zukunft hält und nicht unterbrochen wird? In der Menschheitsgeschichte hat stets etwas lange überlebt und mit sich das Wissen weitergeben können. Die Kirchen und die Weltreligionen. Also greifen sie auf die Idee eines Ordens zurück. Eine Art Kloster ist eine zuverlässige Methode, um die Zeit zu überdauern, bis die Strahlung nicht mehr gefährlich ist.

Der Orden soll beständig ein Mahnmal sein, was für Gefahren von einem Endlager ausgehen. Zum Beispiel durch Erdbeben, Vulkane, Meteoriteneinschläge, Kriege und sogar Verdummung. Im Vordergrund steht die Wissensvermittlung, aber sie fixieren und beschließen für sich und den ganzen Orden auch ein klösterliches Leben. Die Ordensarbeit muss auf finanzielle Füße gestellt werden und es muss sichergestellt sein, dass die Recherchen und Arbeiten in Ruhe und stets unabhängig verlaufen können.

Aber es sind Menschen, die sich hier vereinen mit all ihren eigenen und zwischenmenschlichen Problemen. Jeder der Charaktere blickt mit seiner Weltsicht auf den Orden. Jeder bringt sich anders ein. Jeder bekommt hier die Chance, seine Idee für kommende Szenarien zu erzählen. Letztendlich zerstreuen und vervielfachen sie sich global.

Ein kluger und richtig toll geschriebener Roman, der viele Menschen erreichen muss. Ein meisterhaftes Werk über unsere Hinterlassenschaften und unser negatives Erbe an die Erde und die kommenden Generationen. Ein wichtiges und lesenswertes Buch.

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Christopher Ecker: „Herr Oluf in Hunsum“

„Du hättest nicht fahren dürfen!“ so beginnt der großartige Trip. Ungewöhnlich sind die Texte des Lyrikers und Autors Christopher Ecker immer. Aber auch stets ungewöhnlich gut. Im ersten Satz ist schon das Szenario festgelegt. Auffallend ist auch die Erzählperspektive. Es ist die selten verwendete Du-Perspektive, die versucht eine Nähe zum Anti-Helden aufzubauen. Steckt eventuell in uns allen etwas von Oluf?

Christopher Ecker erzählt von einem Mann, Oluf Setter, der zu einem Kongress nach Hunsum geladen ist. Hunsum und auch der Name des Protagonisten sind leichte Verrückungen der realen Namen, d.h. der Realität. Hunsum ist Husum nicht unähnlich und wohl auch nicht weit davon entfernt. Oluf, der viel von seinem Intellekt hält, ist einer der geladenen Redner. Er soll einen Vortrag über Kunst und Philosophie halten. Diese Rede hat er bereits geschrieben und übt stets den Anfang, den er mit klugem Witz zu verfeinern versucht. Zumindest den Anfang. Doch sind am Vorabend seiner Abreise an die nordische Küste seine Frau und das Kind krank. Beide haben hohes Fieber. Oluf hadert nur kurz. Soll er bei seiner Familie bleiben und seine Karriere dadurch aufs Spiel setzen? Nein, er fährt und der erste Satz des Werkes verrät, es kommt zu einem Malstrom an Missgeschicken.

Oluf ist in seinem Kopf sesshaft und steht über seinem Umfeld, den meist – aus seiner Sicht – bildungsfreien Schichten, die in Horden die Welt bevölkern und wäre es eine Völkerwanderung, wäre diese unendlich lang und könnte als beständiger Strom am Pariser Wahrzeichen vorbeimarschieren, weil sie, die Bildungsresistenten, immer mehr sich und ihre Dummheit vermehren. Oluf ist kein Mensch mit auffallend sympathischen Wesenszügen. Dennoch funktioniert er als Figur gut und man reist gerne mit ihm an die Küste. Die Reise ist bereits ein humorvoller Auftakt. Seine Versuche, seine Frau zu erreichen, sein Treffen mit einem Trucker auf einer Raststätte und letztendlich seine Ankunft in Hunsum.

Seine gegenwärtige Reise ist mit einer Erinnerung an eine Frankreich-Reise verbunden und mit einer (gedanklichen) therapeutischen Sitzung. In seinem Eheleben kriselt es und seine jetzige Abreise ist wohl auch kein großer Liebesbeweis. Als Jugendlicher war er mit Freunden nach Frankreich gefahren. Dort kam es bei einem nächtlichen Stranderlebnis zu einer Tragödie. Dies alles rumort nun in ihm während seiner Fahrt und Ankunft in Hunsum. Er ist noch nicht gewillt seine Schludrigkeiten zu erkennen. Er bildet sich immer noch viel auf sich ein. Doch beginnt er, zu reflektieren und imaginäre Gespräche zu führen, die ihn und somit uns, die Leser, in den Kern der Menschheit führen. Er macht sich beim Kongress lächerlich und es kommt noch zu weiteren Wendungen und einem überraschenden Ende. 

Christopher Ecker versteht es stets, mit einer Leichtigkeit Tiefe zu erschaffen, die aber niemals überfordert. Es sind keine philosophischen oder sonstige Vorkenntnisse nötig, um den Gedankengängen des Protagonisten folgen zu können. Es ist ein urkomischer Roman, der aber auch seine tragischen Momente hat. Spannendes, Verstörendes und Irritierendes sind natürliche Begleiterscheinungen bei den Texten von Christopher Ecker. Aber im Vordergrund steht stets die Begeisterung. Christopher Ecker schreibt einfach wunderbar, hat etwas zu sagen und kann toll erzählen. Das Surreale und Skurrile wird bei Ecker immer alltäglich und gehört zum Leben, zumindest in seine Literatur, die spätestens jetzt große und breite Aufmerksamkeit verdient.

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Georges-Arthur Goldschmidt: „Der versperrte Weg“

Roman des Bruders

Jürgen Arthur, später Georges-Arthur Goldschmidt, wurde 1928 geboren und ist ein Schriftsteller, der Autobiografisches und den Schrecken unserer Geschichte in seiner Literatur zu erneutem Leben erweckt. In „Der versperrte Weg“ schließt er eine empfindsame Lücke seiner persönlichen Reflektionen und begibt sich auf den Pfad seines Bruders.

Die ursprünglich jüdische Familie Goldschmidt lebt in Hamburg und ist früh zum Protestantismus konvertiert. Die erstgeborene Tochter ist bereits ausgezogen und als Erich einen jüngeren Bruder, Jürgen Arthur, bekommt, beginnt in ihm ein inneres Zerwürfnis zu rumoren. Er fühlt sich verdrängt und wird introvertiert. Er begibt sich in eine seelische Einkehr. Erich sieht die Welt vorerst aus Kinderaugen und die Eltern bestärken die Kinder in ihrer kindlichen Weltsicht durch ihr bisheriges Verschweigen der politischen Umstände in Deutschland. Doch als der Pfarrer sie vom Kindergottesdienst ausschließt und auch die Verbannung aus dem Gymnasium droht, werden die Eltern letztendlich gezwungen, auf den Hass und die Judenverfolgung im nationalsozialistischen Deutschland zu reagieren. 1938 werden Erich und Jürgen Arthur nach Italien in die Nähe von Florenz geschickt. Die Eltern verweilen in Deutschland und wollen ihre Kinder in Sicherheit wissen. Das Heimweh, die Heimatlosigkeit und das neue Umfeld prägen den anfänglichen Alltag. Doch auch Italien bleibt nicht sicher. 1939 bleiben die Jungs erneut nicht vom Antisemitismus verschont und müssen wieder vor den Schergen der Nazis fliehen. In Frankreich kommen sie vorerst in einem Heim und Internat unter. Später trennen sich ihre Wege. Während Jürgen Arthur durch die Literatur und die Sprache seine Lebensgeister belebt und Unterschlupf auf einem Hof findet, wandelt sich der introvertierte Erich zu einem jungen Mann, der bereit ist, zur Waffe zu greifen. Er schließt sich der Résistance an, kämpft bei der Befreiung mit und macht innerhalb der französischen Kolonialarmee Karriere. Auch beim Putsch gegen de Gaulle ist er später dabei.

Georges-Arthur Goldschmidt, früher Jürgen Arthur Goldschmidt, spürt mit viel Feingefühl der Geschichte seines Bruders nach. In ihm keimte stets ein Gefühl der Ohnmacht, Beklemmung und Schuld, die sich nun durch eine Ermutigung in ihm frei brach. Sein Verleger Thedel von Wallmoden fragte Georges-Arthur Goldschmidt was aus dem älteren Bruder geworden sei, der in den autobiografischen Romanen bisher selten in Erscheinung trat. Dieser Frage verdanken wir nun das aufwühlende und lesenswerte Kleinod an Literatur.

Dieser Roman, der wahre Geschichte beleuchtet und autobiografisch ist, versteht es durch die Distanz zum Bruder eine enorme Dichte zu kreieren. Eine Lektüre, die den Schatten der Vergangenheit aufwühlt und mit klugen und schönen Sätzen zum Leben erweckt. Es ist somit ein wahres Dokument, das uns Geschichte lehrt und durch die literarische Kunstfertigkeit zum Nachfühlen einlädt.

Das Foto auf dem Umschlag zeigt die beiden Brüder in Settignano, nahe Florenz im Jahr 1938.

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Marion Poschmann: „Laubwerk“

Die Natur verliert immer mehr ihr romantisches Bild. Die Naturbetrachtung verlagert sich durch Umweltschäden, Klimawandel, Raubbau, Städteplanung und Bebauung. Was macht das mit uns und unserem Umfeld? Was entsteht da für ein inneres und äußeres Bild? „Laubwerk“ schaut hin, erzählt und zeigt auf, wie wir mit unseren Stadtbäumen umgehen.

Wortmeldung ist der Literaturpreis für kritische Kurztexte. Dies Jahr erhält ihn Marion Poschmann mit ihrem Essay „Laubwerk“. Gerade kurze Texte verstehen es, in ihrer Knappheit punktuell das zu beleuchten, was sich aus dem Blickwinkel verschoben hat. Das Büchlein beinhaltet den Text und wird umgarnt von einem Vorwort, einem Gespräch zwischen Sandra Poppe, Katja Schaffer und Marion Poschmann und der Laudatio von Christine Lötscher. Ergänzend wurden Abbildungen aus Meyers Großes Konversations-Lexikon aus dem Jahr 1905 verwendet. Somit ist dieses Buch ein lesenswertes, schönes und wachmachendes Werk.

Es ist ein Aufruf, die Welt wieder zu romantisieren und alles Lebendige mit Respekt und Freundlichkeit zu behandeln. Das Laubwerk ist meistens gewöhnliches Beiwerk beim Spaziergang. Dabei gibt es stets so viele Facetten und Farbabstufungen. Die Hauptfarben sind Grün, Gelb, Orange und Rot. In den Neuenglandstaaten, Kanada und Japan löst die Laubverfärbung einen begeisterten Tourismus aus. Bei uns ist es eine gewöhnliche Verschönerung des Jahreswechsels. Wir machen daraus nicht viel Aufhebens, sondern nehmen das Naturschauspiel gewöhnlich einfach hin. So auch der Baum am Wegesrand. An den Alleen und besonders im Stadtbild. Welchen Raum gewähren wir dem Baum in unserem Lebensumfeld? In den Städten meist eine kleine Insel. Dabei ist ein Baum stets im wahrsten Sinne, tief in unserem Leben verwurzelt. Die Stadtplanung sucht auch nicht nach Lösungen für den Baum, sondern sucht meist nach Pflanzen, die sich an unsere Vorgaben gewöhnen könnten. Scheitern wir erneut an unserer begrenzten Weltsicht? Zeigt nicht die aktuelle Betrachtung der Bäume unser fragiles Zusammenleben mit der Natur?

Ein wichtiges, schönes und sehr, sehr lesenswertes Buch.

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Daniel Breuer: „Grand Mal“

Als „Grand mal“ bezeichnet man einen epileptischen Anfall, der in mehreren Phasen verläuft. So auch der Roman, der durch seinen Aufbau, die Figuren und die Handlung ebenfalls durch mehrere Ebenen verläuft. Wir erleben die Ursache, den Verlauf und am Ende kommt der Hauptcharakter erschöpft zu sich. Doch was ihm auf seinem Weg alles zustößt, lässt sich kaum inhaltlich in Gänze wiedergeben. Es ist ein poetischer, irrer, witziger und toller Leseritt, der stets tiefgründiges vermittelt und anspruchsvoll geschrieben ist.

Die Handlung, die in Chile angesiedelt ist, umspannt einen Zeitbogen, der in den 90er Jahren seinen Anfang nimmt und bis in die Gegenwart greift. Vordergründig sind es zwischenmenschliche Beziehungen und Freundschaften, die sich bilden oder mehr oder weniger notgedrungen verbinden. Diese Schicksale sind mit kulturellen Eigenheiten verbunden und das Werk zelebriert somit die Einigkeit einer globalen Weltsicht.

Daniel Breuer wurde 1977 in Teheran geboren, wuchs in Santiago de Chile, Istanbul und Brüssel auf und lebt in Berlin. Sein Werdegang vom Leser zum Schreiber ist geschmückt mit Diversität im Berufsleben. All dies spiegelt sich in seinem Text wieder.

„Nach 19 Jahren kommt Hugo Pfohlen doch noch mal zurück.“ So lautet der erste Satz nach den vorangegangen Zitaten. Dieser Satz mit dem kulturellen Cross-Over Namen eröffnet die folgende Reise. Der Hauptcharakter trägt einen Namen wie Tonio Kröger von Thomas Mann und ist somit bereits eine kleine Metapher. Er und seine drei mitreisenden, Nelly, Irene und Maria, fahren zu einem Haus, von dem er selbst erst vor einigen Wochen erfahren hat. Sein bisheriges Leben hat ihn hier hingetrieben und die drei Frauen mitanschwemmen lassen. Als er dort ankommt, weiß er bewusst oder unbewusst, dies ist der Ort seines Showdowns. Er sucht einen Ort, um seine existentiellen Sorgen endlich hinter sich zu lassen. Hier möchte er, in eigentlich unpassender Umgebung, ein Nagelstudio eröffnen. Die Frauen, die mit ihm in das Haus ziehen, wollen dort mit ihm arbeiten. Die eine kennt er schon länger. Als er noch vom Verkauf von selbstgebrautem Hustensaft lebte, entstand diese Beziehung, die in sich eine Art der Liebe verbirgt. Eine Frau ist der anderen einst über den Weg gelaufen und langsam wuchs die jetzige Gemeinschaft. Hinzu kommt noch ein iranischer Mediziner, der von Hugos Epilepsie weiß und stets hilfreich zur Seite steht. Also geht es immer um Freundschaft. Aber auch um den Aufbau des Studios, die jeweilige Vorgeschichte und den Weg bis hierher. Es sind die Wünsche und Sehnsüchte, die die Figuren antreiben. Doch sind sie Außenseiter, die bemüht sind, Normales in ihrem verrückten Alltag zu verankern. Dies mit Hilfe eines Goldfisches und der Einrichtung des Hauses und ihres neuen Lebensumfeldes. Auch erleben sie leicht Morbides oder fordern dies sogar heraus. Als Beispiel sei der Besuch von Hahnenkämpfen erwähnt. Auch durch die Wahl der Lage ihres Nagelstudios macht die Gruppe sich nicht überall beliebt.  

Es ist somit ein Roman voller Lebensentwürfe, die fern des Gewöhnlichen verlaufen. Es sind die Versprechungen, die das Leben macht, die unsere Helden letztendlich scheitern oder wachsen lassen. Der äußerliche Widerstand geht oft einher mit den inneren Barrikaden und es ist im Leben häufig wichtig, diese abzuschütteln.

Ein aberwitziger, kluger und ungewöhnlicher Lesespaß. Das Schöne ist im Unvollkommenen (gilt auch andersherum) verborgen und gilt entdeckt zu werden.

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Susann Pásztor: „Die Geschichte von Kat und Easy“

Ein warmherziges Buch, in dem Freundschaft, Liebe, Neid, viel Musik und die wunderschöne Insel Kreta im Mittelpunkt stehen. Es geht um zwei Mädchen, die im Jahr 1973 beste Freundinnen waren. In der Gegenwart, fast fünfzig Jahre später, treffen sie sich nach vielen Jahren erstmalig wieder und erleben eine gemeinsame Zeit auf Kreta. Neben den Erlebnissen vor traumhafter Kulisse an der Südküste Kretas beginnen sie auch über die Wunden und die Geschehnisse zu sprechen, die ihrer Freundschaft ein trauriges Ende bereiteten.

Das Buch erzählt die Geschichten stets im Wechsel. Die Erzählerin ist Kat, die zu Easy nach Agios Ioannis reist. Dort besitzt Easy ein altes Haus mit Meerblick. Agios Ioannis ist ein kleines, ruhig gelegenes Dorf in der Nähe von Phaistos. Die jungen Jahre, die Kat und Easy erlebten, werden aus der olympischen Erzählperspektive erzählt. Somit wechselt die Perspektive von einer persönlichen zu einer distanzierten Sichtweise. Die Autorin versteht es, den Charakteren sehr viel Leben einzuhauchen und schreibt stets mit enormer Empathie für die Figuren. Die Handlung in den Kulissen der deutschen Dörflichkeit und Kreta werden glaubhaft, humorvoll und erlebbar beschrieben. Neben den Charakterisierungen und der Landschaftsmetaphorik ist die Entwicklung der Frauen untermalt von der Rockgeschichte, die in den siebziger Jahren ihren Anfang nahm. Besonders rückt dabei Deep Purple, verdienterweise, in den Vordergrund. 

Kat hat, ohne es wohl selbst zu spüren, eine enorme Macht über ihr Umfeld. So hat sie auch Einfluss auf ihre Freunde. Besonders auf Isi, die sie stets Easy nennt. 1973 soll ihr Jahr werden. Sie haben Pläne, was sie alles erleben, austesten und endlich abhaken möchten. Dies wollen sie gemeinsam machen. Zumindest schwören sie es sich in jener Silvesternacht im Jugendtreff. Die Liebe ist es, die ihnen am meisten fehlt. Beide haben eine andere Vorstellung vom Liebesleben der Anderen. Schwierig wird es auch in Folge, als sie sich beide in den etwas älteren Fripp verlieben. Die Freundschaft wird auf die Probe gestellt und durch einen tragischen Wendepunkt findet diese ein abruptes Ende.

Kat ist ein erfolgreicher Onlinecoach und Beraterin. Mit Ihrem Blog hat sie vielen Menschen bereits helfen können. Durch ihre Aktivitäten wird sie von Easy gefunden, die sie kontaktiert. Der Kontakt verläuft auf zwei Ebenen. Zum einen virtuell durch Brief, Kommentar und Postings leicht anonym und dezent versteckt hinter den jeweiligen Benutzernamen. Aber auch im realen Leben. Easy lädt Kat ein, sie auf Kreta zu besuchen. Die beiden Frauen erleben eine gemeinsame Zeit und tänzeln um die Themen, die sie eigentlich ansprechen wollen. Ablenkung finden sie durch die netten Nachbarn und die wunderbare Landschaft. Das Osterfest, das auf Kreta stets groß gefeiert wird, ist der Anfang des Aufbrechens der inneren Mauern. Was passierte damals? Was hat die beiden Freundinnen so verletzt, dass ihre Freundschaft fast ein halbes Jahrhundert ruhte? Was ist mit Fripp passiert?

Im Zentrum steht die Freundschaft. Aber es geht auch um Missverständnisse, Eifersucht und das Erkennen, das die kleinste Beeinflussung enorme Wirkung haben kann, zumindest in der Betrachtung der eigenen Biographie. Somit ist es auch die Geschichte um die Kunst des Verzeihens, des Loslassen und das Akzeptierens.

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