„Der Fels und der Vogel“

Eine mehr als ungewöhnliche Freundschaft

Fels und der Vogel

Ich habe einen Schatz gefunden…

Ein wunderschönes, tief berührendes Bilderbuch.
Ein Werk, das mich innerlich bewegt hat, denn es bietet neben den wunderschönen Bildern einen leicht philosophischen Text über wahre Freundschaft und die allgemeine Vergänglichkeit.

Alles was aus Materie besteht, ist bestimmt, dass es zugrunde geht. Selbst der größte Fels, der an der Küste steht wird durch die Naturgewalt des Meeres zernagt. Er wird durch den natürlichen Lauf kleiner bis er am Ende als Sand in den Kreislauf eingeht.

Das Buch ist eine Fabel über einen Stein, der ganz für sich ruhend am Strand liegt. Er kennt bisher nur den Wind und die Wellen des Meeres, die ihn umspielen. Doch eines Tages legt sich über ihn ein Schatten und ein Vogel landet und setzt sich auf ihn nieder. Aus einem unglücklichen Start wird eine tiefe Freundschaft. Der Vogel wird sich durch die Gegenwart des Steines der Vergänglichkeit bewusst und möchte dem Fels helfen, sich aus den Wogen zu entfernen, damit dieser seinem Schicksal entkommen kann. Doch ist der Vogel zu klein für den großen Felsen…
Es ist der Beginn einer Freundschaft, die vieles im Leben der beiden für immer verändern wird.

Chew Chia Shao Wei war 14 Jahre alt, als sie diese philosophische Geschichte der Freundschaft zwischen einem Stein und einem Vogel aufschrieb. Sie hat für diesen Text viele Preise bekommen. Die schönen Illustrationen, die man wohl immer wieder ansehen mag, stammen von Anngee Neo.

Das Buch ist in einer einfachen, aber stimmigen Sprache geschrieben, lässt einen aber staunen und hat in mir eine positive Melancholie ausgelöst. Ein Buch, das Leser jeden Alters ansprechen wird und uns erinnern läßt an die vergängliche Wirklichkeit, aber auch die Augen öffnet für die schönen Momente…

Zum Buch / Shop

3 Kommentare

Eingeordnet unter Erlesenes

3 Antworten zu “„Der Fels und der Vogel“

  1. das klingt sehr schön. vielen dank für die empfehlung.

  2. Eine sehr ansprechende Besprechung!

    Mir fällt ein Gedicht von Joseph Bruchac dazu ein:

    AM STRAND

    Wie Sand
    der einmal Stein war
    bevor er zu Staub wird
    müssen auch wir
    an bestimmten Orten gewesen sein
    bevor wir weitergehen
    zu anderen

    Auf Wiederlesen!
    Ulrike von Leselebenszeichen

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