Ela Mang: „Menduria“

menduria

Die Kraft der Phantasie und die der Literatur sind Leitbild für diesen märchenhaften Fantasy-Roman für junge Erwachsene ab 14 Jahren. Eigentlich kann die Menduria-Trilogie seit Tolkien und Michael Ende nicht wirklich neues erzählen, wird aber bestimmt viele Leser in seinen Bann ziehen. Für mich war es ein Buch für den Neujahrstag und ich wurde mit spannender, romantischer und fabelhafter Unterhaltung belohnt.

Gleich vielen anderen Fantasy-Stoffen (man erinnere die großartigen Chroniken über den „Zweifler“ Thomas Covenant von Stephen Reeder Donaldson) beginnt die Geschichte in unserer, der realen Welt. Lina ist 16 Jahre alt und liebt es zu lesen. Sie liest alles, was ihr ihre Mutter und die Nachbarin empfehlen, deren Hund sie gerne ausführt. Sie lebt mit ihrem Zwillingsbruder bei ihrer Mutter, die als Schriftstellerin gerade auf Lesereise ist. Der Vater ist seit einiger Zeit spurlos verschwunden. Lina hat Träume, die sich später als Visionen herausstellen und eine Welt jenseits der uns bekannten andeuten. Es scheint Wesen zu geben, die sich der Träume bedienen. Die Nachbarin scheint Kenntnis davon zu haben, denn sie überreicht Lina einen Traumfänger, der später ihrem Bruder gute Dienste erweisen wird.

Bei einer unheimlichen Begegnung tritt ein weißer Wolf, Lupina, an Linas Seite und redet mit ihr. Ab diesem Moment verändert sich alles und das Weltengefüge beginnt zu wanken. Es gibt eine Parallelwelt, die durch die Phantasie und Träume der Menschen gespeist und erschaffen wird. Diese Andernwelt nennt sich Menduria. Besonders die Träume und Geschichten von Menschen mit viel Phantasie haben in Menduria großen Einfluss. Ihre Gedankenströme erschaffen tatsächliche Welten. Linas Mutter, als Schriftstellerin, verfällt auch jenen Traumdieben und fällt in eine Art Koma.

Lupina, die ihre Gestallt verwandeln kann, bittet Lina, ihr durch eines der vielen Portale nach Menduria zu folgen, denn sie ist die Auserwählte. Sie ist es, die Menduria und somit auch ihre Mutter und beide Welten retten kann. Das sogenannte Gezeitenbuch, das Buch der Welten, hat Lina vor langer Zeit auserwählt. Nur sie wird in dem Buch lesen können und somit die Magie der Andavyan erlangen und erlernen. Das Buch ist mit sieben Siegeln geschützt, denn auch Xedoc, der dunkle Fürst, beansprucht das Buch und die Herrschaft über die Welten. Aber das Buch wird sich nur für Lina öffnen, wenn sie sich als würdig erweist. Nur durch das wahrhaftige Empfinden von: Mitgefühl, Vertrauen, Mut, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Liebe und Vergebung werden sich die Siegel für Lina öffnen.

Wenn Lina beide Welten retten möchte, bleibt ihr nichts anderes übrig als nach Menduria zu reisen. Ihr Bruder soll in unserer Welt bleiben, damit er später das Werk ihrer Mutter, der eigentlichen Verfasserin des Buches der Welten, an bestimmten Stellen ergänzen und fortführen kann. Lina hingegen stolpert in ein Abenteuer voller Wesen aus allen Gedankenwelten der Menschheit. Ihr Widersacher ist der Fürst, der die Träume der Menschen als Druckmittel und Waffe einsetzt. Sie kann aus dem Kerker entkommen und flieht mit einem Dunkelelfen Darian.

Auch wenn Darian eigentlich der Leibwache des Fürsten angehörte, hilft er Lina und scheint in ihr auch etwas zu erkennen. Er weiß und plant mehr als alle meinen oder ahnen. Lina verfällt ihm immer mehr. Ist ihr Schicksal vorherbestimmt, bereits geschrieben worden? Auch der verschollene Vater taucht wieder auf und Lina öffnet die Siegel bewusst und unbewusst… Wird sie aber alle öffnen können? Kann sie letztendlich alle Empfindungen wahrhaftig für die Prüfungen des Buches erfühlen? Ist sie die prophezeite Retterin und kann sie die letzte Schlacht für die gute Seite gewinnen?

Das ganze Abenteuer ist in drei Teilen angelegt. Es ist ein einfacher, aber schöner Märchenroman, der die Kraft unserer Phantasie heraufbeschwört und altbekanntes mit neuem verwebt.

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