„Schleswig-Holstein. Literaturland im Norden“

Schleswig-Holstein, das Land zwischen den Meeren, ist eine Sehnsuchtsregion. Hier ist der Himmel weiter und das Meer ist allgegenwärtig. Durch die beiden Meere sind es auch mindestens zwei Horizonte, die uns hier begrenzen. Das Meer ist ruhig, wild und fordernd und auf der westlichen Seite durch das Wattenmeer geprägt. Immer spürbar ist hier der Wind, der gleich dem Meer, aufbrausend oder leicht erscheinen mag. Kein Wunder, wenn diese Region auch literarisch stets neu entdeckt werden möchte. Hier ist nicht nur der Himmel weiter, hier begegnet sich der Mensch in und mit der Natur. Die Verbindung zu Skandinavien, unter anderem mit den Städten Oslo, Göteborg und Kopenhagen ist alltäglich. Das Leben ist hier buntgemischt und durch die besondere Lage immer der ganzen Welt gegenüber offen.

Die Leselandschaft wird von Klaus Groth, Theodor Storm, der Familie Mann, Siegfried Lenz, Günter Grass, Dörte Hansen und vielen anderen geprägt. Den Lesereiz sollte man, wen man an Schleswig-Holstein denkt, also nicht allein den Küstenkrimis überlassen. In der Gegenwart sind Mareike Krügel und ihr Mann Jan Christophersen, Rocko Schamoni, Arne Rautenberg, Björn Högsdal und Feridun Zaimoglu zu nennen. Aber es gibt so viele Autorinnen und Autoren, die es zu entdecken gibt, Schreibende, die hier, in Schleswig-Holstein, ihre Werke verfassen oder diese hier ansiedeln. Besondere und noch leider unbekanntere Autoren, wie Helle Helle oder Tobias Sommer (beide im Leseschatz zu finden) sind zwei solcher Beispiele.

Ein Lesebuch, das Texte vereint, die den Lesenden berühren und die schöne Landschaft, die besondere Natur und die Menschen beschreiben. Egal ob Prosa oder Lyrik. Das Alter der Werke spielte bei der Auswahl auch keine Bedeutung. Die Vielseitigkeit, die diese Literaturlandschaft ausmacht, soll das Buch ausmachen. So wandert man mit den Texten von Achterwehr bis Wrist, von Nord nach Süd und West nach Ost. Die Texte sind geografisch sortiert und einige Autorinnen und Autoren sind dadurch mehrfach vertreten. Herausgegeben wurde das Lesebuch von Martin Lätzel, dem Direktor der Landesbibliothek, und dem Verleger Olaf Irlenkäuser.

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