Tanya Stewner: „Alea Aquarius – Der Ruf des Wassers“

Oetinger Stewner Alea Aquarius

Mit Alea Aquarius wurde in mir das Innere Kind geweckt und sehr lebendig. Ich wurde wieder klein und habe mit meiner jungen, femininen Seite ein großartiges Abenteuer erlesen. Ein toller, nasser und unglaublich lebendiger Leseschatz!

Die Autorin Tanya Stewner, die bereits für ihre Liliane Susewind Kinderbuchserie bekannt ist, hat nun einen Meermädchen Zyklus begonnen.
Wir lernen Alea kennen, die in Hamburg bei ihrer Adoptivmutter lebt und unter einer Wasserallergie zu leiden scheint. Sie wurde als Baby ihrer jetzigen Ziehmutter am niederländischen Strand in den Arm gelegt, mit der Bitte gut auf das Mädchen aufzupassen. Sie dürfe dem Wasser nie zu nahe kommen, denn dies könnte für Alea tödlich sein. Ihre echte Mutter verschwand genau so schnell wie sie am Strand plötzlich aufgetaucht war.
Als ihre Adoptivmutter eines Tages in die Klinik kommt, weil sie einen Herzinfarkt hatte, hat Alea Angst vor den Behörden und möchte nicht in ein Heim. Sie begibt sich zum Hafen, denn sie fühlt beständig den Sog des Meeres – auch wenn das kühle Nass ihr schaden könnte. Als kleines Kind muß sie bereits mit Wasser in Berührung gekommen sein, denn woher stammen diese komischen knubbeligen Hautnarben zwischen den Fingern und hinter den Ohren, die sie immer mit Mütze und Handschuhen zu verbergen versucht?

Sie beobachtet ein Segelboot, das von Jugendlichen bemannt ist und im Hafen festmacht. Schnell freundet sie sich mit dieser Bande an, die sich Alpha Cru nennt, die Weltmeere bereist und auf dem Schiff lebt. Es sind Kinder und Jugendliche zwischen neun und achtzehn Jahren, die sich selber Namen in Bezug zu den Sternzeichen geben. Alea darf mitsegeln und möchte nach Holland, um mehr über sich und ihre leibliche Mutter zu erfahren. Sie bekommt durch die Alpha-Cru-Zeremonie den Namen Alea Aquarius. Noch ahnt sie nicht wie schnell dieser Name ihrem wahren Selbst entspricht, denn als das Schiff in einen Sturm gerät, fällt sie über Bord. Alea ist wie elektrisiert und sie atmet unter Wasser denn plötzlich sind ihr Kiemen und Schwimmhäute gewachsen…
Doch bleibt es vorerst ihr Geheimnis und sie zweifelt selbst am Erlebten. Im Verlauf der Geschichte findet sie einen Seelenverwandten. Einen Jungen namens Lennox, der als fünftes Mitglied an Bord kommt. Er scheint ein Bewahrer zu sein, der unbewusst sie und das Geheimnis des Meeres zu beschützen versucht. Offenbar gab es mal eine ganze Zivilisation von Meermenschen, doch scheinen alle fort zu sein. Die Fische, Wale und alle anderen fabelhaften Meeresbewohner sind auch stets sehr erstaunt Alea, ein Meermädchen, zu sehen…

Ein wunderbarer Auftakt einer spannenden Meermädchen-Reihe, die ich als großer Junge sehr gerne gelesen habe.
Es ist keine typische Meerjungfrauen-Geschichte, sondern ein buntes Abenteuer, das Mut macht zu sich zu stehen und sich sowie andere mit ihren Eigenarten zu akzeptieren. Ich freue mich bereits sehr auf die Fortsetzungen und möchte mehr über die Katastrophe erfahren, die die Meermenschen vertrieben hat. Ein Zyklus, der wohl auch uns, den Landratten zeigt, dass unser Handeln in der Natur stets Konsequenzen hat.

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