
Es gibt sie, jene Bücher, in die wir versinken, mit denen wir das Umfeld gänzlich ausblenden können und jedes Neueintauchen in die Zeilen sich anfühlt wie ein Nachhausekommen. Dies liegt an den Charakteren, an der Magie der Literatur und an den wunderbaren Handlungen. Wie oft wünschen wir uns, Harry Potter neu entdecken zu können, es wieder und wieder zu erleben und uns überraschen lassen zu können? Das ist möglich, denn es gibt solche Bücher, die noch entdeckt werden wollen. Die Jugendbuchreihe „Winterhaus“ gehört dazu. Es sind drei Bände voller Rätsel, Magie, Geheimnisvollem und das Gefährliche, das was diese magische Welt bedroht, wird immer spürbarer. Durch die tollen Helden wird das Leseabenteuer gänzlich lebendig.
Elizabeth Somers ist ein introvertiertes, belesenes Mädchen, das im Kopf gerne Wörterreihen bildet und Rätsel löst. Sie ist eine Waise, lebt bei ihrer Tante und ihrem Onkel und sie ist wütend. Sie ist gerade nachhause gekommen, durch das klemmende Gatter in den Vorgarten getreten und findet einen an sie gerichteten Brief, den ihr Onkel und die Tante an die verschlossene Haustür geklebt hatten. Onkel und Tante hätten es oft gesagt, aber nun ist es soweit, diese sind in den Urlaub gefahren und für Elizabeth liegen nun dem Schreiben Fahrkarten bei und ein kleines Kleidungstäschlein. Die Reise soll für Elizabeth in das ferne Hotel „Winterhaus“ gehen. Doch wer hat für das Hotel bezahlt, denn sind sie nicht eigentlich arm? Elisabeth bekommt wieder das komische Gefühl im Magen, jenes, das sich immer meldet, wenn gleich etwas passieren wird. Und es passiert meist immer etwas, mal etwas leiser, mal mit einem lauten Krachen. Da sie keine Wahl hat, tritt sie die Zugreise an und trifft dabei schon auf merkwürdige Menschen. Im Hotel wird sie erwartet und wird Zeuge von weiteren Gästen, die sehr unangenehm auffallen und etwas Düsteres ausstrahlen. Das Hotel ist ein festliches Gebäude und der Page und der Besitzer nehmen Elizabeth freudig in Empfang. Überall gibt es Ausstellungsstücke zu bewundern, große Wandgemälde und das Hotel beherbergt eine riesengroße Bibliothek. Es gibt immer besondere Kekse, an denen man sich stets bedienen darf und es gibt sonderbare Gäste, mit denen nun Elizabeth die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel erleben wird. Sie fällt bereits auf, weil sie mit Hilfe ihres magischen Gefühls zwei Herren, die seit ewigen Zeiten ein mächtiges Puzzle zusammensetzen, sofort mit einem Puzzlestück helfen kann. Doch bereits in der ersten Nacht spürt Elizabeth, dass das helle, fröhliche und festliche Winterhaus irgendwie bedroht wird. Auch ihre Rolle in diesem Spiel ist ihr unerklärlich, denn ihr Onkel oder die Tante hätten niemals das Geld für dieses Anwesen aufbringen können.
Sie trifft auf Freddy, einen Jungen, der ebenfalls im Hotel ist. Beide haben die gleichen Leidenschaften für Wortspiel und Denkaufgaben. Sie werden auch gleich in der Bibliothek fündig und es gibt das erste Rätsel in einem Gemälde, ist dort eine Geheimschrift zu sehen? Schon beginnt ein Abenteuer voller unheimlicher Begegnungen und wundersamer Rätseln. Langsam kommen sie den Gästen und der alten Hotelbesitzer-Familie auf die Spur.
Die Winterhaus-Bücher sind eine Reise in die Zauberei und Magie und bergen viele Entdeckungen, die wir mit entschlüsseln dürfen. Unheimliche Orte, Menschen und Gegenstände tauchen auf. Eine wunderbare Heldin und eine geheimnisvolle, spannende und liebevolle Welt entsteht in unseren Köpfen. Die Bücher sind durchgängig Illustriert von Chloe Bristol und wurden aus dem Englischen von Alexandra Ernst übersetzt.
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