Archiv der Kategorie: Erlesenes

Lars Mytting: „Die Birken wissen’s noch“

002

Eine nordische Familiensaga, die sich Stück für Stück entfaltet und deren Kern sich langsam herausschnitzen lässt.

Ein Leseschatz, der schon durch seinen Umschlag gefällt. Es wirkt als hätte man edles, zartes Holz in der Hand, das bereits Bezug zum Inhalt nimmt. Es geht um die Suche nach dem Ursprung und der eigenen Identität. Der Text handelt von Verlust, Liebe, Trauer und natürlich von der Liebe zum Holz und dessen Verarbeitung.

Die Handlung beginnt auf einem entlegenen Bergbauernhof im norwegischen Gudbrandstal. Hier wächst Edvard bei seinem Großvater Sverre auf. An seine Eltern erinnert er sich kaum. Lediglich ein Geruch, ein Gefühl der Geborgenheit ist ihm geblieben. Denn beide sind ums Leben gekommen als Edvard drei Jahre alt war. Wie ein Geheimnis schwebt der Tod seiner Eltern in den Andeutungen der Menschen in Edvards Umgebung. Auch in der naheliegenden Ortschaft scheinen die Menschen mehr zu wissen und können Sverres Vergangenheit nicht verzeihen. Er war in der SS-Freiwilligen-Legion Norwegens.

Als Sverre stirbt lüftet sich zum ersten Mal behutsam der Vorhang, der die Geheimnisse seiner Familie verbarg. Auch der Verbleib von Einar, dem Bruder des Großvaters wird fraglich. Edvard weiß, dass dieser ein Meistertischler war und eine Ausbildung in Paris gemacht haben soll. Auf dem Hof erinnert an Einar eine, seit seinem Verschwinden nicht mehr aufgesuchte, Werkstatt und ein kleines Wäldchen mit Flammenbirken.

Während der Planung zur Beisetzung von Sverre redet der Pfarrer des Dorfes erstmals über die Vergangenheit mit Edvard. Auch in einer alten Chronik von 1971 findet Edvard tiefgreifende Hinweise. Denn seine Eltern waren mit ihm in Frankreich als Touristen. Seine Mutter, kam auch ursprünglich aus Authuille. Sie wurden in einem Weiher in einem Wald, nördlich von Authuille ertrunken gefunden. Sie sind anscheinend auf eine Gasgranate aus dem Ersten Weltkrieg getreten und das Gas hat Sie ohnmächtig werden lassen. Edvard, damals drei Jahre alt, wurde kurz danach vermisst. Hatte er sich damals verlaufen? In Le Crotoy wurde Edvard nach einigen Tagen von einem Arzt aufgefunden. Hat Einar etwas mit Edvards Verschwinden zu tun? Wurde Einar 1944 wirklich hingerichtet? Was ist wirklich damals passiert?

Einar hatte einen kunstvollen Sarg geschreinert, den er vor Jahren vorsorglich für die Beisetzung von Sverre oder schlimmstenfalls für Edvard nach Norwegen gesendet hatte. Also muß er noch am Leben gewesen sein. Edvard macht sich auf die Reise in die Vergangenheit seiner Familie und sucht nach dem Verbleib von Einar, der bis zu einem Bootsunfall auf den Shetland Inseln lebte.

Edvard macht sich auf die Suche nach der wahren Geschichte. Eine Suche nach der Mutter, dem Vater und den eigenen Wurzeln. Warum hat niemand darüber geredet und stets ein Geheimnis daraus gemacht?

Der Roman ist eine abenteuerliche Familiensaga und ein Liebesroman vor dem Hintergrund der tragischen Ereignisse des letzten Jahrhunderts.

Zum Buch

2 Kommentare

Eingeordnet unter Erlesenes

Tomás González: „Was das Meer ihnen vorschlug“

015

Ein kurzer sprachgewaltiger Roman, der sich auftürmt wie ein Unwetter auf hoher See. Gleich einer griechischen Tragödie mit auftretenden Chören und Naturgewalten, die den Menschen vor ihr Schicksal stellen. Ein Spiel der Gewalten und der aufsteigenden Emotionen. Leidenschaft, Familienzugehörigkeit, Liebe und Hass als Wechselspiel vor einem anbrausenden Unwetter, das alles verändern kann…

Der Roman spielt an einem Wochenende im Stundentakt. In kurzen Kapiteln, die jeweils die voranschreitende Uhrzeit angeben und somit den Countdown zum Ausbruch auf hoher See anzeigen, erleben wir in tropischer Kulisse, in Kolumbien, einen Vater und seine Söhne beim Fischen. Der Vater behandelt seine Zwillingssöhne mit Verachtung. Er hat eine einfache aber gut laufende Ferienanlage direkt am Strand aufgebaut und die erwachsenen Söhne leiten die Küche und haben einen eigenen Laden im Ort gegründet. Doch stehen beide unter der Fuchtel des Vaters, der diese als Versager betrachtet und auch sehr abwertend behandelt. Beide Söhne sind unterschiedlich, der eine ein handwerklich und technisch begabter Mann, der sich aber in seinen Hass hineinsteigert und der andere ein belesener, kluger und besonnener Mensch.

Der Vater plant bereits, die Ferienanlage zu verkaufen und pflegt seine Liebschaften in der Ortschaft. Seine Frau, die Mutter der beiden Söhne ist geistig erkrankt und stellt in dieser archaischen Welt einen der Gegenpole dar. Die Dreierbeziehung der Männer ist geprägt von Demütigungen und Grobheit. Die Mutter wird heimgesucht von Stimmen, die ähnlich einer griechischen Tragödie im Chorgesang auf sie einsprechen und das nahende Unheil herbeisingen. Denn trotz des nahenden Sturmes, fährt der Vater mit den Söhnen hinaus zum Fischen. Die auf dem Meer geschilderten Ereignisse werden stets unterbrochen von wechselnden Erzählerstimmen. Mal ist es die Mutter, die spricht, aber auch die Beobachtungen der Urlauber kommen zu Wort. Durch das Zuspitzen der negativen Stimmung auf dem Boot und den nahenden Sturm wird die Atmosphäre immer dichter und der Spannungsbogen wird durch die einzelnen Unterbrechungen der verschiedenen Stimmen hinausgezögert.  Denn als der Sturm das Boot erreicht, geht der Vater über Bord und die Brüder erkennen ihre zweifelhafte Möglichkeit…

Ein dichter atmosphärischer Roman. Ein sprach- und naturgewaltiger Text, der an antike Tragödien erinnert; Gesänge durch Chöre und verschiedene Stimmen und eine Mutter, die gleich einem Orakel phantasiert. Der Fischfang als Bild der Gier und der heranbrausende Sturm als Begleitung der aufbrausenden Gefühle auf dem Fischerboot bis es zu einer Entladung kommt…

Ein spannender Roman über Maßlosigkeit, Familie und Charaktere, die sich in ihre Emotionen hineinsteigern. Eher eine Novelle, die aber inhaltlich und sprachlich Größeres beinhaltet.

Zum Buch

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Erlesenes

Anthony Doerr: „Memory Wall“

010

Anthony Doerr, preisgekrönter Autor, der mit seinem Roman „Alles Licht, das wir nicht sehen“ begeisterte, beschäftigt sich in dieser Novelle mit dem Erinnern. Was sind Erinnerungen für uns? Unser Leben besteht aus Erlebtem und bildet uns zu dem, was wir sind. Was bleibt uns, wenn z.B. durch Krankheit das Gedächtnis unzuverlässig ist oder ganz versagt?

Was sind unsere Museen? Was bedeuten uns die gesammelten Fossilien und Scherben alter Tage? Versteinerungen und Ablagerungen sind das Gedächtnis der Erde und deren Bewohnern. Alles ist ein Versuch der Vernichtung und dem Vergessen zu trotzen.

„Wir alle werden langsam in den Dreck herabgezogen. Wir alle kommen zurück in die Erde. Bis wir uns in Lichtbändern wieder erheben.“

Demenz heißt alles verlernen und die räumliche und zeitliche Verwirrung nistet sich schleichend in einem ein. Man verlernt kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten. So auch die 74-jährige Alma Konachek, die in einem Vorort von Kapstadt lebt. Sie verliert ihr Gedächtnis und hat vor wenigen Jahren ihren Mann verloren. Sie bekommt tägliche Unterstützung durch ihren Pfleger Pheko. Ferner wurde in einer medizinischen Institution ein Erinnerungsbewahrer erfunden. Neben ihrer Erinnerungswand, an der sie Fotos, Notizen und Erinnerungsfetzen für sich notierte, kann man in dieser Einrichtung seine Erinnerungen auf eine Art Kassette konservieren. Dafür werden den Menschen operativ vier Ports in den Kopf implantiert. Mit Hilfe dieser Ports werden Momente und Erinnerungen gespeichert, die man nun jederzeit wieder besuchen, aufrufen, d.h. abrufen kann.

Was aber wenn andere sich dieser Erinnerungen aneignen können? Es gibt Erinnerungszapfer, die diese Erinnerungen stehlen und für ihre Zwecke missbrauchen.

Almas verstorbener Ehemann hatte im Alter eine Leidenschaft für Versteinerungen und Fossilien entwickelt. Dabei scheint er kurz vor seinem Tod eine kostbare Entdeckung in der Karoo-Wüste gemacht zu haben. Bei ihrem letzten gemeinsamen Ausflug in die Wüste hat Harold ein unbeschädigtes, versteinertes Skelett eines Sauriers, eines sehr großen Gorgonops longifrons, gefunden.

Alma, die nur tagsüber von Pheko betreut wird, bekommt neuerdings nachts ungebetene Gäste. Roger, der hoch verschuldet ist, hofft nun auf die Erinnerungen von Alma, denn so ein Fossilien-Fund könnte ihn schnell sehr reich machen. Sein Handlanger, der Junge Luvo, ist als Erinnerungszapfer ausgerüstet, d.h. er hat ebenfalls die vier Ports implantiert bekommen. Dadurch dass Luvo in den Erinnerungen von Fremden sucht und er diese verinnerlicht, nimmt er nun die tragische Rolle in der fortlaufenden Handlung ein. Körperlich und seelisch leidet er durch die Erinnerungsdiebstähle, doch wird er fündig und macht sich alleine auf den Weg in die Wüste…

Diese Novelle ist sehr sinnlich, tiefgründig und sprachlich sehr schön geschrieben. Der kurzweilige Text benötigt seinen Raum im Leser und wird wohl auch eine Erinnerung bleiben.

Zum Buch

2 Kommentare

Eingeordnet unter Erlesenes

Andreas Pflüger: „Endgültig“

003

Ich hatte mal wieder Lust auf einen guten Spannungsroman. Ein spannender Thriller, den ich nicht aus der Hand legen wollte. Der Autor, Andreas Pflüger, ein gefragter Drehbuchautor, schreibt kluges und fesselndes Kopfkino.

Am Anfang taucht ein Daredevil-Comic auf und ist wohl eine kleine Anspielung auf das Kommende. Die Heldin ist Jenny Aaron ein Mitglied einer international agierenden Eliteeinheit der Polizei. Ein illegaler Kunsthandel führt sie nach Barcelona. Sie und ihr Partner, der ihr nicht nur beruflich zur Seite steht, sind Profis und leben für ihre Arbeit. Doch missglückt der Einsatz und es kommt zu einem blutigen Schusswechsel. Sie kann fliehen, hinterlässt aber ihren verwundeten Partner. Ihr Verfolger hat ein schnelleres Auto und kann sie aufholen. Als er zur Waffe greift, verschwindet ihre Welt mit einem weißen Blitz.

Die Handlung beginnt nun fünf Jahre später. Jenny Aaron arbeitet beim BKA und ist Vernehmungsspezialistin, da sie seit dem Barcelona-Einsatz das Augenlicht verloren hat. Sie hat gelernt, die Welt für sich wieder „sichtbar“ zu machen.  Das was wir sehen ist reflektiertes Licht, Aaron hat gelernt, die Resonanz der Dinge zu erspüren, zu erhören. Die Klangwellen, die die Dinge aus ihrem Umfeld zurückgeben, setzt sie als ein Bild zusammen. Sie klickt mit den Fingern oder tritt mit den Schuhen bewusst auf, damit sie die Räumlichkeit erspüren kann. Sie hat gelernt, sich zu kontrollieren und ihre Bewegungen natürlich wirken zu lassen. Dies hat sie durch asiatische Kampfkunst perfektioniert. Sie versteht es auch perfekt, zwischen den Worten der Menschen zu tasten, um das Verborgene herauszukitzeln.

Sie wird nach Berlin gebeten. Ein inhaftierter Mörder, Reinhold Boenisch, den sie damals als junge Polizistin gestellt hatte, hat in seiner Zelle die Gefängnispsychologin ermordet. Schon früher zweifelte sie bereits daran, dass Boenisch in der Lage ist zu morden. Sein krankhafter Trieb spornt ihn an, beim Morden zuzusehen. Gibt es einen Mittäter? Jetzt soll er die Psychologin ermordet haben und möchte nur mit Aaron reden. Sie erkennt, dass er nicht der Mörder ist und sie nimmt den Fall an.

Es beginnt ein Schachspiel, denn Boenisch war lediglich der Anfang und Aaron stolpert in einen Komplott, der schon seit langer Zeit geplant gewesen zu sein scheint. Ihr wird endgültig bewusst, dass alles bisherige eine Vorbereitung auf die folgenden Tage war…

Ein untypischer Krimi durch die blinde Heldin, die hier sehr ihren Mann stehen muss. Die Sprache ist stets auf den Punkt gebracht und eher minimalistisch, d.h. verkürzt eingesetzt. Dadurch entsteht eine besondere Stimmung, die sich sehr schnell beim Lesen aufbaut und das Tempo vorantreibt. Die Szenen sind klug komponiert, sodass der Spannungsbogen niemals abbricht.

Zum Buch

Zur »Zehn Seiten« Lesung von „Endgültig“

2 Kommentare

Eingeordnet unter Erlesenes

Christina Nichol: „Im Himmel gibt es Coca-Cola“

008

Im Himmel gibt es für die Toten Coca-Cola. Also selbst das Ableben wird durch Werbeträger und zuckersüße Hoffnungen geprägt. Ein Traum, der von der Realität ablenkt, während man auf die eigentliche normale und alltägliche Versorgung wartet. So auch der eigentliche Titel des Buches: „Waiting for the Electricity“.

Die Handlung spielt 2002 in Georgien. Das Land ist eigentlich frei und der Kommunismus ist fort. Aber was hat sich wirklich für die Menschen geändert? Freie Marktwirtschaft und Demokratie sind noch nicht wirklich in den Köpfen der hier versammelten Charaktere verankert.

Der Held des Romans, Slims Achmed Makaschwili, ein einfacher Mann, der sich an Werte klammert und von Korruption und Kriminalität wenig hält. Es gibt in Georgien wenig Arbeit und somit auch keinen Lohn. Die Arbeit, die man sich in dieser Handlung organisiert, keimt doch öfters in krimineller Energie.
Slims ist ein bescheidener Anwalt beim Seerechtsministerium in Batumi. Er beobachtet die Entwicklung seines Landes und sieht darin keinen positiven, sondern eher einen rückläufigen Trend. Seine Familie und Freunde leben am Schwarzen Meer und besingen und feiern ihr Land, wobei alle eigentlich unzufrieden sind. Nahrungsmittel kann man sich beschaffen, aber am Restlichen fehlt es überall. Dauernd fällt der Strom aus, die Versorgung ist ungewiss und man versucht, bei noch funktionierenden Leitungen von Nachbarn etwas Energie abzuzwacken.

Slims ist entschlossen, seinem rückwärtsgewandten Land zu neuem Aufschwung zu verhelfen. In ihm rumort der amerikanische Traum und er schreibt lange, hingebungsvolle Briefe an Hillary Clinton. In diesen Schreiben formuliert er seinen Wunsch eines modernen Georgien. Clinton ist Schirmherrin eines amerikanischen Programms, das Unternehmer und Unternehmensgründer aus ehemaligen Sowjetländern schulen und fördern möchte. Slims bewirbt sich für diesen Kurs in San Fransisco, der über sechs Wochen gehen soll.
Diese Reise wird für ihn und sein Umfeld einen Wendepunkt darstellen. Denn diese Reise öffnet ihm die Augen über den tatsächlichen Fortschritt und die Seele seiner feierfreudigen Landsleute.

Ein Roman, der länger Luft holt, um sich gänzlich zu entfalten, dann aber durch seine humorvolle Art überzeugt. Man taucht mit viel Witz und Detailverliebtheit in ein fernes Land und seine Menschen ein. Eine Lektüre, die als schelmischer kultureller Austausch gelesen werden kann.
Man liest temporeich aber auch stutzig diesen ausgedehnten Bericht eines erdachten Protagonisten, der wohl ein satirisches, aber zu Teilen auch realistisches Länderportrait darstellt.

Ein unwirkliche Satire oder eine satirische Wirklichkeit? Jedenfalls ist der Roman voller Ideenreichtum und trockenem Sprachwitz.

Zum Buch

3 Kommentare

Eingeordnet unter Erlesenes

Emanuel Bergmann: „Der Trick“

005

Zwischen der Welt, wie sie hätte sein sollen und der Welt, wie sie ist, liegt der Zauber der Wahrnehmung. Die Illusion und die Magie sind wunderschöne Lügen, denn die Verzauberung eines Mentalisten, der stets mit der Wahrheit ablenkt, um diese zu verbergen, wird durch seine Illusion zum Lebensretter.
Das Debut von Emanuel Bergmann erzählt zwischen dem ersten Kapitel „Die Welt und wie sie hätte sein sollen“ und dem letzten Kapitel „Die Welt und wie sie ist“ eine witzige und traurige Geschichte, die Zeiten und Kontinente umspannt. Die Erzählstränge, die sich immer weiter annähern, wissen alleine zu fesseln, aber auch die humorvolle, kluge und sehr schöne Sprache treibt einen einfach durch die Handlung.

Die Geschichte beginnt in Prag zu Beginn des 20 Jahrhunderts, als Mosche Goldenhirsch geboren wird. Sein Vater ist der Rabbi und Schriftgelehrte Laibl Goldenhirsch, der den Ersten Weltkrieg überlebt hat, aber niemals über den Krieg sprechen möchte. Dadurch, dass ihn niemand über seine wahre Leidenschaft und die Erlebnisse des Krieges befragt, stellt er auch seine Vaterschaft nie Frage. Denn der eigentliche Vater von Mosche ist der Nachbar, der verwitwete Schlosser. Als Rifka, Mosches Mutter, stirbt, versinkt der Rabbi in Selbstmittleid und ist dem Alkohol nicht abgeneigt. Der Schlosser nähert sich nun dem jungen Mosche und lädt ihn in den Zirkus ein, der 1934 in Prag gastierte. Der fünfzehnjährige Junge verfolgt wie gebannt die Zaubervorstellung des legendären „Halbmondmanns“ und seiner Assistentin, der er einen Kuss aufzwingen kann und in die er sich unsterblich verliebt. Er verlässt sein Elternhaus und reist dem Zirkus hinterher, der bereits nach Deutschland weitergezogen ist.

Der zweite Handlungsstrang spielt 2007 in Los Angeles. Wieder ist es ein Kind, das in den Bann eines großen Zauberers gerät. Max Cohns Eltern wollen sich scheiden lassen und er findet eine alte Langspielplatte des Großen Zabbatini, auf der sich ein Liebeszauber befinden soll. Max möchte anhand dieses Zaubers seine Eltern wieder vereinen. Leider hat genau an der Stelle des großen Liebeszaubers die Platte einen Sprung. Der zehnjährige Max klettert aus seinem Zimmer, um Zabbatini zu finden, der seine Familie retten soll, nichts ahnend, dass dieser bereits einen großen Einfluss auf diese Familie hatte. Er findet Mosche Goldenhirsch in einem Altenheim. Max wünscht sich zu seiner Geburtstagsfeier den Liebeszauber für seine Eltern.

Mosche Goldenhirsch hat damals, als er in die Lehre des „Halbmondmannes“ gegangen ist, seine jüdische Identität abgelegt und ist zu Zabattini geworden. Während der Zeit des Antisemitismus und Naziterrors in Deutschland versucht er auch diese Identität beizubehalten. Doch gibt es Menschen, die ihm nicht wohlgesonnen sind und um seine wahre Identität wissen. Seine Kunst als Mentalist und seine Requisiten werden ein Träger der Hoffnung zumindest für einen Menschen, als er in dem Zug Richtung Auschwitz fährt…

2007 steht Mosche alias Zabbatini vor einen kleinen Jungen und soll abermals durch seine Magie Menschen retten und zusammenbringen…

Eine bewegende Geschichte, die voller, aberwitziger Erzählungen steckt und doch auch neben dem Humor die Tragik der schrecklichen Tage des Dritten Reiches beinhaltet. Die Illusion als Täuschung der Wirklichkeit, als Flucht, aber auch als Rettung. Ein Roman über Liebe, Hoffnung, Zerbrechlichkeit und Verzauberung.
Ein wunderbares Debut eines neuen Erzähltalents.

Zum Buch

3 Kommentare

Eingeordnet unter Erlesenes

„Neue Prosa aus Schleswig-Holstein“

003

Wie kann man sich schnell eine gute Übersicht an neuen und unbekannten Autoren verschaffen? Für mich als Buchhändler ist es eine Fülle an Texten und Werken, die mir vorgeschlagen werden. Besonders junge oder und unbekannte Autoren haben es schwer, sich in dieser Flut an Neuerscheinungen zu behaupten und entdeckt zu werden.

Wie kann man diese Autoren unterstützen und möglichst vielen Lesern zugänglich machen? In dieser Position sieht sich auch jeder Verlag sowie die Kulturträger einzelner Regionen. Besonders die Literaturhäuser laden oft zu Lesungen und Veranstaltungen von sowohl bekannten als auch noch unbekannten Autoren ein. Oft neigt man dazu, die Verlagsvorschauen oder die Veranstaltungskalender nach für sich bekannten Autoren zu durchsuchen. Einen Text, einen Roman zu lesen von einem unbekannten Autor ist für manche Leser eine kleine Hemmschwelle.
Der Rotary Club Mittelholstein hat erstmalig 2015 in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Schleswig- Holstein und dem Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel einen Kulturpreis für Neue Prosa in Schleswig- Holstein ausgeschrieben.

Jetzt ist eine Anthologie dazu erschienen, für die die Jury acht der eingereichten Texte ausgewählt hat. Diese Sammlung mit dem Namen „Neue Prosa aus Schleswig-Holstein“ beinhaltet Texte von Christopher Ecker, Andreas Fehler, Alexandra Göpfert, Olaf Koch, Birgit van der Leeden, Ole Petras und Uwe Warrach. Ferner befindet sich im Buch auch die mit dem Kulturpreis ausgezeichnete Erzählung »Ein alter Falter« von Svenja Leiber.
Einige Texte lesen sich sehr emotional und klug und sind in einer anspruchsvollen Sprache geschrieben. Es macht Freude in diesem Band zu lesen, zu blättern und neue Autoren für sich zu entdecken.
Nicht alle Erzählungen und Fragmente werden einem gefallen, denn ab und zu wirkt es etwas gewollt und sehr verkopft, aber im Großen ist eine tolle Auswahl getroffen worden, die auf Folgebände dieser Art hoffen lässt.

Ergänzt wird der literarische Teil durch vier Essays von Sara Dušanić: „Der untote Autor. Überlegungen zur Renaissance der Schriftstellerfigur“, Jochen Missfeldt: „Neue Prosa gesucht oder Abenteuer des Schreibens“, Wolfgang Sandfuchs: „Literaturland Schleswig-Holstein. Kein Paradies für neue Autoren“ und Ruth Benders Laudatio zur Verleihung des Preises „Neue Prosa“.

Die Anthologie gibt es in der Buchhandlung Almut Schmidt

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Erlesenes

Benedict Wells: „Vom Ende der Einsamkeit“

008

Der neue Roman von Benedict Wells ist wohl sein tiefgründigster, der sich mit dem Kern, dem Wesenskern des Menschen beschäftigt. Was ist das Selbst und woher kommt es, ist es ein Gedankenkonstrukt oder gibt es in uns etwas Unzerstörbares? „Das Selbst muss gebrochen werden, um Selbst zu werden.“ schrieb bereits Kierkegaard, der ebenfalls in diesem Roman zitiert wird. Wir kommen auf die Welt und werden geprägt von unserer Umwelt, den Eltern oder Erziehern, von Schicksalsschlägen, Bildung und den Erfahrungen, die wir sammeln. Aber was ist es, was uns wirklich ausmacht?

Der Roman beginnt in der Gegenwart des Erzählers, Jules, der nach einem Motorradunfall in der Klinik aufwacht. Der Tod ist stets gegenwärtig und ein beständiger Begleiter in dem Rückblick, den Jules nun erzählt. Sein Bericht endet und beginnt an einem Abgrund. Über dieser Untiefe liegt ein glitschiger alter Baum, den er als Kind ohne Furcht als Brücke benutzt hat. Je mehr Bewusstsein in ihn einkehrt und der Verlust ihn das Ängstigen lehrt, wird diese Leichtigkeit in seinem Leben immer geringer und es ist ein langer Weg für Ihn, diese Barriere erneut überwinden zu können.

Das drohende Unheil zeigt sich bereits während eines Familienausfluges als ein kleiner Hund beim Herumtollen am Fluss von der Strömung mitgerissen wird. Dies ist die erste Begegnung mit Trauer, Verlust und Tod und ein zentrales Bild der Handlung. So werden auch die drei Geschwister Jules, Marty und Liz vom Lebensstrom mitgerissen und jeder für sich treibt allein in seiner Welt. Doch liegt es an Ihnen zu lernen, dass sie ihre Einsamkeit nur gemeinsam überwinden können. Denn die Eltern verunglücken tödlich durch einen Verkehrsunfall. Die Kinder, die nicht mitgereist waren, werden in ein Internat geschickt. Hier trennen sich immer mehr ihre Wege. Liz möchte das Leben gierig auskosten, während Marty sich in seinen virtuellen Welten der Computerspiele verliert und stets Black-Metal hört. Jules, früher eher der Kasper und frei von Angst, wird ein Träumer und stiller Beobachter. Nur Alva, eine Klassenkameradin, nähert sich Jules und eine innige Freundschaft verbindet die Beiden. Doch auch Alva scheint ihre Probleme zu haben und mag nicht alles erzählen. Daher verlieren sie sich bereits als Jugendliche vorerst aus den Augen.

Jules hat damals von seinem Vater eine gute analoge Kamera geschenkt bekommen. Da die letzte Erinnerung an seinen Vater ein Streit war, empfindet Jules eine Schuld und versucht sich als Fotograf. Seine Leidenschaft zur Literatur gibt er auf, bleibt aber als Fotograf erfolglos. Marty dagegen wandelt sich vom „Nerd“ zu einem erfolgreichen Manager und Ehemann. Doch kann er nur bedingt seine Ticks und Zwangshandlungen verbergen. Liz bleibt die unruhige Frau, die alles in sich einsaugt und erleben möchte, die dann aber doch den Boden und den Halt im Leben verliert.

Jules, der immer an Alva denken muss, wobei ihr letztes Treffen als Jugendliche schmerzhaft war und sich auch zukünftig immer schwierig gestaltete, nimmt erneut Kontakt zu ihr auf. Sie lebt in der Schweiz und hat einen viel älteren Mann geheiratet, den sie beide als Jugendliche vergöttert hatten. Es ist der Schriftsteller Alexander Nikolaj Romanow, der nun als demenzkranker Mann, eine entscheidende Rolle für beide spielt. So keimt nach vielen Jahren so etwas wie Geborgenheit in ihnen auf. Die unterschiedlichen Geschwister und deren Familien wachsen immer enger zusammen, auch wenn sie sich niemals aus den Augen verloren hatten. Sie können die verlorene Zeit nie zurückgewinnen. Aber sie erfahren die Zeit als eine emotionale Kurve, die nicht kontinuierlich verlaufen muss. Ereignisse aus der Vergangenheit, haben oft eine größere Bedeutung im Leben eines einzelnen als das, was sich gerade in der Gegenwart um einen herum abspielt. Ist der Umstand, der Grund der Traurigkeit, des Verlustes und der Einsamkeit erkannt, kann man daran und an sich arbeiten und erkennt, dass Geborgenheit ein wichtiges Heilmittel sein kann. Der Anfang vom Ende der Einsamkeit…

Trotz der Schwere der Thematik und der beständigen Melancholie schreibt Wells mit einer Leichtigkeit. Es geht um sich finden und um Verlust, Trauer und die Frage, was in uns Menschen unveränderlich ist. Ein Entwicklungs- und Liebesroman, der große Themen unterhaltsam anspricht und vermittelt.

Zum Buch

6 Kommentare

Eingeordnet unter Erlesenes

Peter Stamm: „Weit über das Land“

005

Ein Mann der einfach geht. Wie bei Max Frisch verschwindet jemand einfach aus dem alltäglichen Familienleben. Der Auslöser zeigt sich metaphorisch gleich zu Beginn des Werkes. Es sind die Büsche, die tagsüber im Licht in einem lebendigen Grün stehen. Wenn aber das zentrale Gestirn verschwindet und die Schatten länger werden und die Farben verklingen und alles trist und grau wird, nehmen die Büsche Formen von Mauern, von Verliesen an, die den Protagonisten einschnüren, und als unüberwindbar erscheinen.

Die tragenden Rollen in diesem Roman sind Thomas und Astrid. Sie und ihre Kinder sind gerade aus dem Sommerurlaub aus Frankreich heimgekommen. Die Koffer und Taschen sind noch nicht ausgepackt und die Kinder quengeln. Nach dem Abendessen sitzen Astrid und Thomas im Garten und haben sich jeder ein Glas Wein eingeschenkt. Als der Sohn immer unruhiger wird, trinkt Astrid ihren Wein aus und bringt die Kinder zu Bett. Danach beginnt sie die Taschen auszupacken. Thomas schaut in den Garten und lauscht den Geräuschen der Natur, stellt sein volles Weinglas ab und geht in den Wald. Astrid merkt erst am folgenden Tag, dass ihr Mann nicht neben ihr geschlafen hat. Thomas geht, in sich erstaunt lächelnd immer weiter… Er stellt sich vor, wie Astrid reagiert. Wie sein ungetrunkener Wein noch auf dem Gartentisch steht. Astrid stolpert in ihre Routine, als wäre nichts passiert. Den Kindern erzählt sie, Thomas sei schon früh zur Arbeit gefahren. Sie fragt bei der Sekretärin nach, ob Thomas denn eventuell wirklich schon im Büro sei. Später wiederum erzählt Astrid dieser, Thomas sei krank, als diese nachfragt, warum er nicht zur Arbeit gekommen ist. So verstrickt sich Astrid in ihre Geschichte und speist alle ab, die dann auch immer weniger nachfragen. Selbst die Kinder werden immer gleichgültiger. Astrid fragt sich, wohin er gegangen sein könnte, wann und ob er wiederkommt? Kannte sie Thomas überhaupt und lebt er noch?

Thomas wandert auf niederste Bedürfnisse reduziert. Seine Einsamkeit in der Natur scheint ihm aber gutzutun. Seine Wanderung durch die Bergwelt und die Dörfer steht der Einsamkeit der verlassenen Hausfrau gegenüber. Die Handlung und der Erzählstrang pendeln zwischen den beiden. Spannend sind diese Gedanken und Gefühlswelten der beiden Protagonisten. Ihre Vorstellung des Verbleibs des anderen und dessen dadurch ausgelöste Stimmung. Die Handlung bietet Wandlungen und bleibt stets fesselnd und faszinierend.

Ein großes Thema ist die Sprachlosigkeit und die Frage nach Verbundenheit. Was bedeute Bindung? Als Leser bleibt man stets außen vor, ist stiller Betrachter dieses Ausbruches einer existentiellen Krise. Die ländliche Idylle als lichtvolles Bild in Resonanz mit dem verleumdeten Alleingelassensein. Die Sprache deutet ebenfalls diese Distanz an. Sie ist kühl, knapp und klar strukturiert. Doch bleibt immer eine kleine Leere und etwas Unheimliches. Es sind die Gefühlsströmungen der Protagonisten, die fesseln. Der Ehemann, der einfach verschwindet und sich seiner Verantwortung entzieht und ausbricht aus seiner empfundenen Enge. Aber was treibt ihn an, was bewegt sie und was bindet beide? Der Roman stellt die puristischen Fragen nach den Lebensträumen, nach Verlusten und dem eigenen Leben.

Zum Buch

3 Kommentare

Eingeordnet unter Erlesenes

Siegfried Lenz: „Der Überläufer“

011

Ein neuer, alter Lenz. In der ersten Fassung von 1951 lautete der Arbeitstitel noch: „…da gibt´s ein Wiedersehen“. Es ist ein Antikriegsroman, die Geschichte eines Wehrmachtssoldaten, der im letzten Kriegssommer zur Roten Armee überläuft.

Siegfried Lenz verstarb 2014 und hatte vor seinem Tod noch eine kleine Erzählung beenden können. Dies dachte man, sei wohl seine letzte Veröffentlichung. Doch Günter Berg, sein damaliger Verleger, jetziger Nachlassverwalter und Vorstand der Lenz-Stiftung, findet einen Roman. Dies ist der zweite Roman von Lenz und wird erst jetzt verlegt. Der Verlag hatte große Hoffnungen in dem jungen Autoren. Lenz stürzte sich nach einem kurzen Urlaub mit seiner Frau und nach seinem ersten Roman „Es waren Habichte in der Luft“ sofort auf die Arbeit an seinem zweiten Werk.
Es wurde ein sehr persönlicher Roman, den er auch auf Wunsch des Verlages und dessen Berater überarbeitete. Doch wurde dieser dann doch abgelehnt und nicht verlegt. Der Verlag traute sich nicht diesen Text zu Zeiten des beginnenden Kalten Krieges zu drucken. Es war die Sorge der Geister jener Zeit. Lenz war nicht der Kämpfer, er gab auf und sah diesen Roman, der später den Titel „Der Überläufer“ trug, als Übung eines jungen Autors an. Doch ist dies viel mehr als eine Übung. Lenz hat wohl diesen Text dem Verlag nie wieder angeboten.
Das Buch wird sich nun behaupten und eingehen in den Reigen der großen Werke der Nachkriegsliteratur.

Wir lernen im Roman den Soldaten Walter Proska kennen, der gleich Lenz aus dem masurischen Lyck stammt. Vieles, das Lenz wohl persönlich erlebt hat, wird die Anregungen zu der Geschichte von Proska gegeben haben. Walter Proska kehrt nach seinem Heimaturlaub zurück zu seiner Kompanie. Der Zug, mit dem er zurück an die Front reist, erlebt einen kleinen Stopp, um mit Wasser befüllt zu werden. Während dieser kleinen Pause lernt er die Polin Wanda kennen, die ihn bittet, sie eine kleine Weile mitreisen zu lassen. Doch stellt sich heraus, das sie zu den Partisanen gehört, die Angriffe, Überfälle und Anschläge auf die Truppen und den auf diesen Gleisen fahrenden Zügen verüben. Sie entkommt kurz bevor der Zug in die Luft gesprengt wird. Proska, als einziger Überlebender, strandet bei einer kleinen Einheit, die die Zuglinie sichern soll. Diese kleine Gruppe verschanzt sich in einer selbstgebauten Waldfestung „Waldesruh“. Sie patrouillieren die Strecke und stehen einer großen Überzahl an Partisanen gegenüber. Daher vermeiden sie zu große Aufmerksamkeit. Es ist ein verlorener, sinnloser Posten, der abgeschnitten und vergessen wirkt. Der Kommandant ist ein lebens- und menschenverachtender Mann, der aus einer Laune heraus schikaniert und tötet. Nach einem weiteren Wiedersehen mit Wanda, dem polnischen Partisanenmädchen, geht diese Proska nicht mehr aus dem Kopf. Seine Kameraden werden durch den Sumpf, der Einsamkeit und der leeren Gewalt fast wahnsinnig und verlieren sich im äußeren und inneren Kampf. Der eine verliert seinen klaren Verstand beim Zweikampf mit einem Hecht und ein anderer verliert sein Leben beim abkühlenden Bad im See.

Es sind die Gespräche mit dem kleinen, grüblerischen Kameraden, den alle nur Milchbrötchen nennen, die Proska nachdenklich werden lassen. Was ist Deutschland? Wer oder was ist das? Was ist dieser Krieg? Was bedeutet Leben und Freiheit? Was ist wichtiger: Pflicht oder Gewissen?
Milchbrötchen und Proska beschließen die Seiten zu wechseln. Der Roman schließt mit dem Anfang, in dem Proska nach dem Krieg einen langen Brief an seine Schwester geschrieben hat. Seine Schwester sucht per Aushang am Bahnhof nach ihrem Mann, nicht ahnend, dass dieser tot ist und ihr eigener Bruder damit zu tun hatte. Doch hat dieser Brief ein ähnliches Schicksal wie dieser Roman, er bleibt vom erhofften Leser ungeöffnet…

Ein großer Roman, ein Antikriegsroman, der den Krieg mit all seinen Schrecken und seiner Sinnlosigkeit zeigt.

Eine tolle Wiederentdeckung und somit schon eine Sensation.

Zum Buch

4 Kommentare

Eingeordnet unter Erlesenes