Archiv der Kategorie: Erlesenes

Simon van Booy: „Die Illusion des Getrenntseins“

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„WIR SIND HIER, UM AUS DER ILLUSION UNSERES GETRENNTSEINS ZU ERWACHEN.“

Thich Nhat Hanh

Das Buch beginnt mit dem Zitat von Thich Nhat Than: „Wir sind hier, um aus der Illusion unseres Getrenntseins zu erwachen.“

Dieses Zitat spiegelt das zentrale Thema des Buches, denn Thich Nhat Hanh, der sich seit Jahrzehnten für den Frieden einsetzt, gibt in diesem kurzen Satz sein Wissen für eine bessere und harmonische Welt weiter. Alle Lebewesen sind miteinander verbunden; beginnt eines sein Leben zu ändern, wird es auch auf andere übergreifen.

Der Roman „Die Illusion des Getrenntseins“ handelt von einem Verbund aus einzelnen Charakteren in verschiedenen Zeiten. Es nimmt seinen Anfang, als Martin alt genug für die Schule ist und ihm seine Eltern erzählen, dass er ihnen vor einigen Jahren, mitten in den Kriegswirren, von einem Fremden auf den Arm gedrückt wurde.

Er braucht nun Jahre, um seine wirkliche Herkunft zu begreifen und er benötigt sein ganzes Leben, um dem Mann zu begegnen, der ihn einst gerettet hat. Und auch dann weiß er nicht, wer da vor ihm steht.

Die Handlung nimmt uns mit in eine kleine Bäckerei in Paris, mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Es wird die Geschichte eines Soldaten erzählt, dem in einem Akt der Güte das Leben geschenkt wird. Ebenso erfahren wir aus dem Leben jener mutigen jungen Frau, die ein offenes Herz hat für ein Neugeborenes, das ihr von einem Fremden einfach in den Arm gelegt wird.

Es sind die Geschichten dieser Menschen, die den Leser fesseln. Der Roman ist in einer eleganten Sprache geschrieben und entfaltet einfühlsam die unglaublichen Schicksale der einzelnen Figuren, die stets im Sinne des obigen Zitates verbunden sind.

Wenn jeder Einzelne darauf achtet, wie er denkt, spricht und handelt, dann trägt er dazu bei, in kleinen Schritten die Welt, die nur scheinbar ein fremder Ort ist, zu verändern.

„Unsere Liebe zu dir“, sagte sie, „wird immer größer sein als irgendeine Wahrheit.“

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Meine kriminellen Leseschätze des bisherigen Frühjahrs…(2014)

Es ist unmöglich von diesen Büchern nicht gefesselt zu sein…

Ich gebe es ja zu, ich lese nur ab und zu einen Krimi. Wenn aber etwas neues von zum Beispiel Arne Dahl, Andrea Camilleri, Petros Markaris oder Martin Walker erscheint, freue ich mich stets auf diese Lesestunden.

Damit es aber hier nicht heißt, der gute Kriminalroman käme zu kurz, möchte ich folgende Titel, die ich im bisherigen Frühjahr gerne gelesen habe, kurz im „Leseschatz“ vorstellen:

Bild    „Der unvermeidliche Tod des Lewis Winter“ von Malcom Mackay

Ein außergewöhnlicher Thriller, denn der Protagonist, Calum McLean, ist Auftragsmörder, der nur gut abgewogene Fälle übernimmt. Er ist ein stolzer Einzelgänger, der keiner Verbrecherorganisation angehört. Da ein „Kollege“ eine neue Hüfte bekommen hat, wird ihm ein vermeintlich einfacher Auftrag angeboten.

Die Handlung spielt in Glasgow und die Stadt ist in Bereiche des organisierten Verbrechens aufgeteilt. Calum McLean erhält einen unverfänglichen Anruf. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, versteht, daß es hier um einen neuen Auftrag geht: den `unvermeidlichen Mord des Lewis Winter´. Lewis Winter ist selbst ein Kleinganove, der aber mit den Großen mithalten möchte. Er dringt in das Revier des Auftragsgebers ein und soll daraufhin beseitigt werden. Doch am Ende ist nicht mehr alles wie es war. Calum McLean, der Einzelgänger, macht Veränderungen durch, denn was ist der Sinn des Tötens und warum wurde ihm der Auftrag erteilt? Es gibt viele Überraschungsmomente in diesem Buch, das mich sehr gut unterhalten und niemals gelangweilt hat, gerade weil es mal eine doch so fremde und andere Perspektive aufzeigt…

Bild    „Mädchenjäger“ von Paul Finch

Dieser Autor schafft es, gleich im ersten Kapitel so eine besondere und spannende Atmosphäre zu schaffen, daß man das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Achtunddreißig verschwundene Frauen innerhalb weniger Jahre. Ohne jede Spur. Kein Motiv, kein Muster, keine Leichen. Detective Sergeant Mark „Heck“ Heckenburg ist überzeugt, dass das kein Zufall sein kann, doch außer ihm glaubt niemand an einen Zusammenhang. Als Heck auf eigene Faust ermittelt, kommt ihm eine Frau zu Hilfe: Lauren Wraxford, die verzweifelt auf der Suche nach ihrer verschwundenen Schwester ist. Gemeinsam riskieren sie alles in einem Kampf auf Leben und Tod gegen eine unsichtbare Macht …

Bild   „Felsenfest“ von Jörg Maurer

Ich gestehe ich mag die Alpen um Garmisch-Partenkirchen, daher wundere ich mich, daß ich mit „Felsenfest“ erst jetzt meinen ersten Maurer gelesen habe. Ein sehr unterhaltsamer, humorvoller Krimi.

Gleich am Anfang des Textes wird man Zeuge einer Geiselnahme auf einem Gipfel über dem idyllischen alpenländischen Kurort. Ein maskierter Mann bringt eine Wandergruppe in seine Gewalt. Diese Gruppe besteht aus ehemaligen Klassenkameraden von Kommissar Jennerwein. Der Maskierte stößt Drohungen aus und kurz danach stürzt eine Geisel den Abgrund hinunter. Als Kommissar Jennerwein alarmiert wird, merkt er schockiert, dass er alle Opfer persönlich kennt – aus der Schulzeit. Hat der Fall etwas mit seiner eigenen Vergangenheit zu tun? Während sein Team grantige Geocacher jagt, macht das Bestatterehepaar a.D. Grasegger in Grabgruften und Grundbüchern eine brisante Entdeckung. Jetzt muss Jennerwein alles anzweifeln, woran er felsenfest geglaubt hat…

Bild   „Ein paar Tage Licht“ von Oliver Bottini

Bottini hat mich bereits mit „Der kalte Traum“ sehr gefesselt. Sein neuer Roman ist noch vielschichtiger und hat mich ´erhellt`. Bottini versteht es stets sehr gut zu unterhalten und Wissen zu vermitteln. Seine Figuren sind sehr komplex und die Handlung sehr gut strukturiert.

In Algerien wird der Manager eines deutschen Rüstungskonzerns entführt. Von offizieller Seite heißt es sofort: Al-Qaida hat zugeschlagen. Doch für BKA-Mann Ralf Eley, an der deutschen Botschaft in Algier stationiert, gibt es zu viele Ungereimtheiten. Allerdings kann er nicht ermitteln, ohne die Ausweisung zu riskieren. Also tut er es diskret, mithilfe der algerischen Untersuchungsrichterin Amel, seiner heimlichen Geliebten. Bald wird klar, dass es um viel mehr geht als um das Leben eines Entführten. Denn zahlreiche Spuren führen nach Deutschland, zu einem schwäbischen Waffenhändler. Und Eley begreift: Wenn er die Wahrheit ans Licht bringen will, muss er alles aufs Spiel setzen.

Bild   „Kindertotenlied“ von Bernhard Minier

Hochsommerliche Hitze belastet die Menschen im Süden Frankreichs, als ein brutaler Mord geschieht. Eine Professorin der Elite-Universiät Marsac liegt ermordet und gefesselt in der Badewanne. Ohrenbetäubende Musik schallt durch die Nacht… „Die Kindertotenlieder“ von Gustav Mahler. Mit „Schwarzer Schmetterling“ ist Bernhard Minier ein tolles und sehr spannendes Debüt gelungen. Wie schon im „Schwarzen Schmetterling“ ist auch „Kindertotenlied“ durchdrungen von der Musik von Mahler, dem Lieblingskomponisten des Protagonisten beider Romane, Martin Servaz.

Hauptverdächtig ist ein Student: ausgerechnet der Sohn von Kommissar Servaz` Jugendliebe. Die Ermittlungen führen den Kommissar zu einem mysteriösen Studentenzirkel und zwingen ihn zu einer Reise in die eigene Vergangenheit. Amicus mihi Plato, sed magis amica veritas – Platon ist mir lieb, aber noch lieber ist mir die Wahrheit, lautet sein Motto. Doch die Wahrheit wird ihn in diesem Fall schmerzhaft an die Grenzen des Vorstellbaren bringen.

Ich wünsche spannende und erlesene Stunden!

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Uwe Kolbe: „Die Lüge“

Glaube, Hoffnung, Lüge

Moral, was ist das? Pflicht, wo hört sie auf? Scham, wer fühlt sie?

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Uwe Kolbe zählt zu den namhaften Lyrikern Deutschlands und legt nun mit „Die Lüge“ seinen langerwarteten Debütroman vor.

Ein Roman, in dem nicht alles Schwarz oder Weiß ist. Es gibt keine klare Trennung zwischen „Gut“ und „Böse“. Eine Vater-Sohn- Geschichte. Ein irritierender aber zugleich faszinierender Roman.

Hadubrand Einzweck, der Ich-Erzähler, ist in seinem Verhalten ein Abbild seines Vaters. Beide sind skrupellos beim Verfolgen ihrer Ziele und beim Verschleiß ihrer Frauen. Beide schrecken vor Verrat und Manipulation nicht zurück, wenn es um Ihre Interessen geht. Beim Sohn ist es das Künstlerische, das Komponieren und beim Vater stets das Politische.

Es ist die Geschichte einer maßlosen und erschreckenden Verstrickung. Ein Vater, der in den Osten ging, um in der DDR seinen Hoffnungen zu dienen. Der Sohn, der Ich-Erzähler, der als Komponist den Ton seiner Generation einfängt und sich mit der Zensur arrangiert. Als der Sohn Karriere macht, steht der Vater nach langer Zeit vor der Tür. Fortan umkreisen sich beide und nur langsam ahnt man, welchen Kampf sie miteinander führen.

Ein sehr poetischer, beklemmender Roman, der dem Leser einen moralischen Zeigefinger aufzeigt.

Kolbe erzählt von Verrat, Abhängigkeit, Anziehung, Zuneigung und Gefühllosigkeit. Ein schwer verdauliches aber vielmehr auch interessantes Werk. Ein Roman vom Verrat am eigenen Leben und gleichzeitig eine Absage an die Gleichgültigkeit gegenüber der Verantwortlichkeit des eigenen Handelns.

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„Jassu Kriti“

stühle

Heute soll ein feiner Sand, d.h. Sahara-Staub über Norddeutschland wehen. Da musste ich doch gleich an unsere Lieblingsinsel Kreta denken. Denn im Süden der Insel weht beständig dieser feine, rote Staub aus der nahen Wüste. Zwei Mal waren wir bereits auf Kreta und haben uns dort sehr heimisch gefühlt. Die tolle Landschaft, die Natur, die Menschen und ganz besonders der Geruch der Insel, dieser warme, würzige, leicht staubige Salbei-Thymian-Duft…

Bild     Vor kurzem habe ich das schöne Buch: „Drei Stühle“ von Sigrid Wohlgemuth gelesen. Dies ist keine wirkliche Novität mehr, aber es gehört hier als Leseschatz vorgestellt.

Der kleine Band ist eine Geschichte in 18 Kapiteln, einzelne Erzählungen, die über die Liebe zu dieser traumhaften Insel, ihren Menschen, den Lefka Oris, den schneebedeckten Bergen, und das türkisfarbene Meer berichten.

Das erste und das letzte Kapitel ist aus der Sicht der Titelgeber geschrieben. Denn wer kennt Sie nicht von den typischen Bildern? Die blauen Stühle, die auf Kreta vor jeder Taverne stehen? Wenn sie sprechen könnten, wüssten sie gewiss viel zu berichten, zum Beispiel vom schlichten, aber genussvollen Leben auf der griechischen Mittelmeerinsel.

Das Buch handelt von Doris und ihrem Mann Vassílis. Sie hat ihren Traum wahrgemacht: Sie ist nach Kreta gezogen. Doch selbst wenn die Temperaturen paradiesisch sind, nicht immer ist heiter Sonnenschein: Die Olivenernte ist gewöhnungsbedürftig, der Schwiegervater skeptisch, der Tag zwischen Arbeit und häuslichen Pflichten ebenso anstrengend wie zu Hause in Deutschland. Auch die Krise wird thematisiert. Aber stets steht im Buch die Liebe zur Insel im Vordergrund und Liebe geht durch den Magen. Ob Tiropitákia, Briám, Dolmádes … kretische Köstlichkeiten wandeln jede Krise in einen Traum. So ist dieses kleine Buch auch als ein geschmackvolles Kochbuch zu verstehen. Denn die 18 Kapitel sind vollendet mit griechischen Speisen und ihren Rezepten. Ein Buch für Genießer, Urlauber, Auswanderer und die, die noch davon träumen.

Aber warum musste nur das schöne Buch nach einem Lied vom Strophen-Hackepeter-Barden Reinhard Mey benannt werden?

Mehr Appetit auf Kreta bekommen? Dann möchte ich noch folgende Leseschätze kurz vorstellen:

Bild    Sehr lesenswert sind die Romane von Ioanna Karystiani, die Autorin wurde im Jahr 1952 in Chania auf Kreta geboren. Ihr bekanntester Roman ist „Die Frauen von Andros“: Andros in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Leben auf der griechischen Insel gehorcht den Gesetzen des Meeres: Die Männer beherrschen als Seefahrer die Weltmeere, die Frauen bleiben an Land zurück. Sie träumen von fernen Welten und einem anderen Alltag, hoffen auf eine bessere Zukunft. Für Órsa ist diese zum Greifen nah, als sie in dem jungen Kapitän Spíros die große Liebe findet. Dieser jedoch soll eisernen Familiengesetzen zufolge Órsas jüngere Schwester heiraten

Wie „Die Frauen von Andros“, das in Griechenland monatelang auf den Bestsellerlisten stand, führt auch Ioanna Karystianis zweiter Roman „Schattenhochzeit“ in eine Welt voller archaischer Rituale und starker Gefühle: Auf Kreta, dem Ort seiner Kindheit, sieht sich der angesehene Wissenschaftler Kyriakos Roussias mit dem Gesetz der Blutrache, vor allem aber mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert.

    Bild     Leider ist das Gesamtwerk von Nikos Kazantzakis fast vergriffen. Lediglich sein berühmter Roman: „Alexis Sorbas“ ist noch verfügbar. Alexis Sorbas, die strahlende Titelfigur aus Nikos Kazantzakis weltberühmtem Roman, ist Lebenskünstler und -philosoph zugleich, voll sprudelnder Energie und gedanklicher Tiefe. In der Freundschaft des Ich-Erzählers mit Sorbas begegnen sich zweifelnde Vernunft und urwüchsig lebendige Kraft – Zutaten, die Kazantzakis mit der äußeren Handlung gekonnt zu einem liebevollen Porträt seiner Heimat Griechenland verwebt. Schon bald nach seinem Erscheinen 1946 trug der Roman seinem Autor Weltruhm ein. 1964 brillierte Anthony Quinn als Alexis Sorbas in der oscarprämierten gleichnamigen Verfilmung.

Lesenswert iBildst auch „Der kretische Gast“ von Klaus Modick: Kreta 1943: Der deutsche Archäologe Johann Martens soll im Auftrag der Wehrmacht die Kunstschätze der besetzten Insel katalogisieren. Der Einheimische Andreas wird zu seinem Fahrer und Führer, doch verbindet beide bald mehr. Die Lebensart der Kreter und noch mehr Andreas‘ schöne Tochter Eleni schlagen Martens immer mehr in ihren Bann. Als die Deutschen eine Razzia planen, muß sich Johann entscheiden, wo er steht.

Ebenfalls mein hier vor kurzem vorgestellter Roman: Am Ende schmeißen wir mit Gold“ von Fabian Hischmann spielt teilweise auf Kreta.

Noch ein Leseschatz ist der Griechenland-Roman „Kleine Gemeinheiten“ von Panos Karnezis. Als das kleine namenlose griechische Dorf, in dem diese neunzehn miteinander verknüpften Geschichten spielen, von einem Erdbeben heimgesucht wird, ist dies für den verzweifelten Pater der unwiderlegbare Beweis für den himmlischen Zorn, der angesichts der vielen kleinen und großen Sünden seiner gottlosen Schäfchen nun auf sie alle herabkommt. Das Leben auf dem Land aber ist hart, für Mensch und Tier, und vom Bahnwärter über den Bürgermeister bis hin zum Barbier oder zur Hure: keiner bleibt von den Katastrophen der verschiedensten Art verschont. Da bleibt die ein oder andere Schandtat nicht aus, ob nun aus Habgier oder Liebe begangen. Von Zeit zu Zeit kommen auch Besucher in das dem Untergang geweihte Dorf am Ende der Welt: ein König im Exil, ein Bischof, der vorgibt, Wunder bewirken zu können, ein Zigeunerzirkus mit einem Zentaur, eine exotische Vogelhändlerin, Sänger, Gewichtheber und handelsreisende Gauner. Und am Ende ist es nicht der göttliche Zorn, der die Zerstörung bringt, sondern, wie so häufig, der Mensch höchstselbst

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Ferner gibt es noch einen sehr sehenswerten Beitrag von mareTV über Kreta:

„Die griechische Insel Kreta ist riesig und steckt voller Kontraste: quirlige Badestrände, einsame Hochebenen, wilde Schluchten und versteckte Bergdörfer. „Insel der Götter“ nennen die Kreter ihr Eiland, denn Zeus soll hier geboren worden sein. “  In der ARD Mediathek oder bei Mare.

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„Der stete Lauf der Stunden“

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Ein Roman über die Geschichte einer großen Liebe, die Raum und Zeit umspannt.

Wir reisen mit diesem Buch an die Schauplätze des Ersten Weltkrieges, zu den Archiven Londons, an die Fjorde Schwedens und Islands und letztendlich zum Gipfel des Mount Everest.

Am Anfang des Romans wird Tristan Campbell, ein junger Student aus Kalifornien, von einer Anwaltskanzlei aus London angeschrieben, die als Nachlassverwalter agiert. Denn Tristan könnte ein lang gesuchter Erbe sein und muss nun herausfinden ob er ein Nachfahre der geheimnisvollen Imogen ist.

In den Anfangstagen des Ersten Weltkrieges lernt der reiche Ashley die schöne Imogen kennen. Sie verlieben sich unsterblich und nutzen die kurze, ihnen verbleibende Zeit, denn Ashley muss in einer Woche an die Front in Frankreich. Sie schwören sich ewige Liebe, die sein Halt während der brutalen Tage in den Schützengräben sein wird.

Als Ashley durch einen Informationsfehler als vermisst gemeldet wird, bricht für Imogen eine Welt zusammen. Als er zurückkehrt ist sie verschwunden und es fehlt jede Spur zu ihr.

1924 nimmt Ashley an der ersten englischen Mount Everest Besteigung teil und verunglückt tödlich und hinterlässt Imogen, obwohl er sie seit Jahren vergeblich gesucht hat, sein unermessliches Erbe. Dieses kann auch an Ihre Nachfahren übergehen, wenn diese innerhalb von achtzig Jahren aufgefunden werden können. Sollte sich innerhalb dieser Zeit kein rechtmäßiger Erbe finden, würde das Kapital gemeinnützigen Organisationen überschrieben werden.

Für Tristan beginnt ein spannender Wettlauf gegen die Zeit und eine Reise in die Vergangenheit. Er forscht in London, Paris, Berlin. Er bereist England, Schweden und Island und bekommt in Frankreich Unterstützung von der Französin Mireille und findet durch dieses große Abenteuer seine Liebe… , denn Liebe ist das größte Abenteuer und das wertvollste Vermächtnis. Überall entdeckt er Spuren einer großen Liebe und einer Verzweiflung, die Imogen wohl nie überwunden hat.

Justin Go, geboren 1980, studierte Geschichte und Literaturwissenschaften in Kalifornien und London. Nach Stationen in Paris, London, New York und Berlin lebt er heute in Kalifornien. „Der stete Lauf der Stunden“ ist sein erster Roman.

Sein Schreibstil ist flüssig und in kurzen Sätzen entwirft er detaillierte Beschreibungen und versteht es, in den knappen Kapiteln zu fesseln. Ein schöner, leicht zu lesender Roman, der sich einfindet in die große amerikanische Erzählkultur.

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Leonardo Padura: „Ketzer“

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Leonardo Padura, geboren 1955 in Havanna, zählt zu den zeitgenössischen Schriftstellern seiner Heimatinsel. Er ist im deutschen Sprachraum unter anderem mit seinem „Havanna-Quartett“ bekanntgeworden. Im Jahr 2012 wurde ihm der kubanische Nationalpreis für Literatur zugesprochen.

Sein neuer Roman: „Ketzer“ ist eine perfekte Mischung aus historischem, Gesellschafts- und Kriminalroman.

Der Roman beginnt mit einem beschämenden Vorfall der Geschichte Kubas. In der Woche vom 27. Mai bis 3. Juni 1939 lag das Linienschiff „MS St. Louis“, das zwei Wochen vorher in Deutschland mit 937 europäischen Juden Hamburg verlassen hatte. Die Tragödie bestand darin, dass man den Flüchtlingen aus Deutschland, trotz ihrer in der kubanischen Botschaft Berlins erworbenen Visa, verweigert an Land zu gehen. Nachdem die Regierung der vereinigten Staaten und Kanada die Einreise verweigerte, mussten sie nach Deutschland zurückfahren. Am Bord befanden sich der Arzt Jesaja Kaminsky, seine Frau Esther Kellerstein und Judith, ihre kleine Tochter.

An Land, im Hafen und an der Mole von Havanna warten viele auf Ihre Familien. Unter ihnen ist Daniel Kaminsky, der auf seine Eltern und seine Schwester wartet. Doch die Einreise wird verweigert, das Schiff fährt mit seiner Familie zurück nach Europa.

Der Roman spielt auf mehreren Zeitebenen. Chronologisch beginnt er 1642 in Amsterdam, aber er reicht bis in die Gegenwart.

Amsterdam, 1648: Elias, ein Schüler Rembrandts, wird vom mächtigen Rabbinerrat aufgrund seiner Malleidenschaft aus der Stadt verstoßen. Der Meister selbst gibt ihm sein Porträt mit auf den Weg ins Exil. Dieses Bild kommt mit seiner Familie nach Kuba. Die Nachkommen wandern zu Beginn der 60er Jahre in die USA aus.

2008 kommt ein junger Jude nach Kuba, um die Geschichte seiner Familie zu rekonstruieren und sich auf die Suche nach dem Bild zu machen, denn in London ist 2007 ein bislang unbekanntes Christus-Porträt von Rembrandt bei einer Auktion aufgetaucht.

Auf der Suche nach seiner Familiengeschichte lernt er Mario Conde, den Protagonisten aus dem „Havanna-Quartett“ von Padura, kennen. Dieser ist mittlerweile nicht mehr Inspektor sondern Buchhändler. Mario Conde macht sich auf die Suche nach den Geheimnissen des Christusbildes und der Familie Kaminsky. Der Fall führt ihn durch die Jahrhunderte und  die Spur zieht sich um die halbe Welt.

Ein lesenswerter Roman über die Suche nach der Freiheit und über den schmerzhaften Verlust von Hoffnung und Illusionen.

Ein einfacher, aber schön zu lesender historischer Entwicklungsroman mit Zügen eines Kunst-, Gesellschafts-  und Kriminalromans. Padura setzt in diesem Roman sein bestes Können ein: sein Gespür für gute Detektivgeschichten und seine exzellente Recherche historischer Fakten.

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„Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“

„Was hoffst du in diesen Regalen zu finden?“

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Der junge Autor Robin Sloan erzält in seinem Debüt „Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ eine Geschichte, wie man sie bisher noch nie gelesen hat und die Hauptrolle spielt das Buch – als historisches und kulturelles Gut. Der generationsverbindende Träger alten Wissens und Geheimnisträger. Ein intelligentes und inspirierendes Werk.
Im Mittelpunt stehen zwei Buchhändler – ein jüngerer, der sich für Technik begeistert und ein älterer, der die bibliophile Weisheit von Jahrhunderten in sich zu tragen scheint.

Die Handlung beginnt als der ehemalige Webdesigner Clay Jannon auf einem Spaziergang eine Stellenanzeige liest, die ihn in die Buchhandlung von Mr. Penumbra führt. Schnell merkt er, daß dies keine gewöhnliche Buchhandlung ist und hier irgendetwas nicht stimmt. Schräge und schrullige Kunden besuchen den immergeöffneten Laden, den 24-Hour-Bookstore. Diese Kunden kaufen nichts, sondern leihen die Bücher nur aus. Drei Stockwerke hohe Regale beherbergen riesige Folianten, die keine gewöhnlichenTexte beinhalten. Nach und nach findet Clay heraus, daß Mr. Penumbra und seine Kunden einem uralten Geheimnis auf der Spur sind.
Mit Hilfe seines Technikwissens, der Unterstützung seines besten Freundes Neel, seiner Freundin Kat, die bei Google arbeitet und der Weisheit von Mr. Penumbra, macht sich Clay daran dieses Geheimnis zu lüften, das noch aus den Anfangszeiten des Buchdrucks stammt.

Es ist eine Welt, in die man als Leser eintaucht, die zwei Parallen der heutigen Zeit beleuchtet. Eine moderne technikversessene Welt, die dennoch beseelt wird vom alten Wissen, von der Liebe zum gedruckten Buch des bibliophilen Menschen.
„Hauchdünne Ranken der Morgendämmerung schleichen sich von Osten her an. Menschen in New York fangen leise an zu twittern.“
Clays Freund ist ein Künstler für Spezialeffekte, der nicht per Computerprogramm fremde Welten erschafft sondern per Hand Modelle baut. „Magie mit Händen geschaffen“. Ebenso gibt es ein Szene, in der Clay als virtueller Gast auf einer Party dabei ist ohne da zu sein. Eine Welt auf der das Elektronische auf das Echte stösst.
Ein Ergebnis des Rätsels scheint mit moderner Computertechnik schnell gefunden, aber nicht verstanden bzw. erfasst zu werden. So ist es das alte Wissen, das Handwerk und das echte Material das immer neue Herausforderungen schafft und ein Erfassen möglich macht. Es gibt Dinge, die die Menschheit einmal wusste, die wir aber immer noch nicht wiederentdeckt haben.

„Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra“ ist ein Roman über Bücher und ihre Leser, gleich dem Bücherlabyrinth von Zafón, dem „Labyrinth der Welt“ von Ross King und liest sich sehr kurzweilig und spannend wie eine Abenteuergeschichte das 21. Jahrhunderts.
Vor allem ist es eine Liebeserklärung an die Welt der Bücher und auch an deren Hüter, die Buchhändler.

„Ich mag Bücher sehr gern, weil sie meine besten Freunde sind.“

Ich habe keine Lust auf eine Welt ohne Buchhandlungen und Buchhändler. Ich möchte keine virtuellen Bücherregale. Wenn die Digitalisierung unserer Geschichten und des Wissens gewünscht ist, verschwinden die wunderbaren Buchhandlungen und ihre Charaktere, die uns einladen das richtige Buch in  ihren Regalen zu finden und zu erfassen. Sei es Penumbra, Karl Konrad Koreander (aus: „Unendliche Geschichte“ von M. Ende) oder sogar bei uns…
Wie sagte Jo Lendle (Dumont und Hanser Verleger) in einem Interview:

„Was aussieht wie die Tür einer Buchhandlung, ist in Wahrheit der Zugang zu tausend Nebenwelten. Nichts wie rein!“

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Elif Shafak: „Ehre“

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„Meine Mutter starb zwei Mal. Ich habe mir geschworen, ihre Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, habe aber nie die Zeit oder den Willen oder den Mut aufgebracht, sie niederzuschreiben“

Das Buch „Ehre“ von Elif Shafak habe ich wie in einem Rausch gelesen.
Ein wunderbar geschriebener Generatioenepos über Liebe, Familie und einen Mord, dessen Wucht wohl niemanden unberührt lassen wird.

Ein unglaublich packender Roman, der durch den schönen Erzählstil und Sprache den Leser fesselt und mit einigen unerwarteten Wendungen stets den Spannungsbogen hält.

Es wird die Geschichte der Zwillingsschwestern – die eine in London, die andere in einem kurdischen Dorf erzählt.
Als sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern von Istanbul nach London zieht, erhofft sich Pembe ein erfüllteres Leben. Doch in der fremden Welt zerreißt es die Familie, die weder den Ansprüchen ihrer alten noch der neuen Kultur gerecht zu werden scheint. Pembes Tage sind düster – bis sie den weltoffenen Elias kennenlernt. Sie teilen die Liebe zum Kochen, und Elias zeigt Pembe neue Horizonte auf, geprägt von Zärtlichkeit, Rücksichtsnahme und Verständnis.
Die Zwillingsschwester, Jamila, die in der Türkei im Einklang mit der Natur ein einsames Dasein fristet und als Hebamme hart arbeiten muß, spürt, dass sich mit der neuen Bekanntschaft Pembes ein schreckliches Unheil anbahnt, und sie entschließt sich zu einer folgenschweren Reise nach London….

Elif Shafak lebt in der Türkei. Ihre Romane wurden in mehr als 25 Sprachen übersetzt. Sie ist Universitätsdozentin, schreibt für Magazine und Zeitschriften und textet Songs für Rockbands. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Istanbul.

Ein tolles Buch, ein wirklicher Leseschatz! Zum Buch / Shop

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Edgar Rai: „Die Gottespartitur“

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Wie viel kann man glauben?

Ein Kollege von uns, Edgar Rai, Buchhändler in Berlin, hat mit dem Roman „Die Gottespartitur“ einen Roman um den Glauben, um Gewissheit und Liebe – und am Ende um Leben und Tod geschrieben.

Ein leicht zu lesender Dialogroman, der durch seine Spannung fast schon wie ein Thriller die Lesezeit verkürzt, aber im Nachhinein Tiefgründiges beim Leser erklingen läßt.

Es geht um Gabriel Pfeiffer, der als Literaturagent auf der Buchmesse von einem jungen Geistlichen angesprochen wird. Edgar Rai, selber vom Fach, schildert sehr detailliert den typischen Messealltag. Der Charakter Gabriel Pfeiffer, ein zynischer Mensch nimmt den schüchternen Geistlichen nicht ernst, denn dieser sagt „Es geht um Gott! – möglicherweise habe er eine bedeutende Entdeckung gemacht.“ Tage später in einer Zeitungsnotiz liest Gabriel Pfeiffer, dass ebenjener Seminarist Matthias tot in einer bayerischen Dorfkirche gefunden wurde. Nun zieht ihn die Geschichte doch in den Bann: in ihrem Zentrum ein geheimnisvolles Manuskript, das schon um 1780 den Wissenschaftler Charles Burney elektrisierte. Auf seiner Suche bereiste der Gelehrte Burney halb Europa, bis ihm das kostbare Stück in Bologna endlich in die Hände fiel. Das Aufsehenerregende ist: Es zog eine Spur des Todes hinter sich her, ein jeder Besitzer verstarb auf mysteriöse Weise. Diese Geschichte lässt Gabriel nicht mehr los. Er recherchiert in den Archiven von London und in dem bayerischen Dorf. Was er findet, ist mehr als eine gute Story. Denn es geht um „Gott“…

Edgar Rai nennt seinen Hauptprotagonisten Gabriel, gleich einem der Erzengel. Aber es ist Raphael, der im Faust von Goethe sagt: „Die Sonne tönt nach alter Weise / In Brudersphären Wettgesang“. Edgar Rai, der Musikwissenschaften studiert hat, spielt auch auf diese Sphärenmusik an. Letzteres ist der Ton, der (uns) allen inne ist, und einmal zum Erklingen gebracht, das Göttliche zum Vorschein bringt. Diese Schwingung ist das, was alle und alles verbindet, der Klang, die Leere, die Harmonie…

Ebenso kann man diesen Roman auch als eine zarte Kirchenkritik deuten – Gabriel selber als angedeutetes Opfer? Am Anfang erleben wir Gabriel als Trinker, der keine Liebe und Nähe zulässt. Er macht sich auf die Suche nach dem Gottesbeweis. Aber dort wo ein Beweis ist, hört der Glaube auf und wie viel kann man noch glauben?

Ein interessanter Text, der krimiartige Spannung aufbaut, und an die Filme „Schlafes Bruder“ und „Jenseits der Stille“ mit Giora Feidman ( „Listen to the music inside ..“) denken lässt.

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Fabian Hischmann: „Am Ende schmeissen wir mit Gold“

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Peng und alles ist anders. Ein Knall, ein Schicksalsschlag und der Schlafende erwacht.

Meine heutige Sonntagslektüre, der Debütroman von Fabian Hischmann, der ebenfalls für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert ist. Ein tragisch-komischer Text, der handwerklich sehr routiniert geschrieben ist und sich wohl schnell in den Reigen der neueren deutschen Autoren einfinden wird.

Der Hauptprotagonist ist Max, ein junger Lehrer, der in seiner Freizeit viel abhängt und sehr gerne Tierdokumentationen im Fernsehen schaut. Eines Tages wird er von seinen Eltern, die nach Kreta reisen, gebeten auf den Hund und auf das Elternhaus aufzupassen. Im Wach,- sowie im Traumzustand begegnen ihm stets die Geister der Vergangenheit. Es treten wieder Jan und Maria in sein Leben. Zwischen beiden konnte er sich bereits seit seiner Jugend nicht entscheiden.

Das Titelbild des Buches zeigt einen fallenden Mann und ganz zart ist das Wort „Peng!“ in das Grau hinterlegt. Dies ist der Knall, der Max aus der Lethargie aufstehen und sogar später für sich einstehen lässt.

Er bekommt die Nachricht, das durch eine zufällige und unverschuldete Gasexplosion die Eltern auf Kreta umgekommen sind. Um die Verstorbenen zurückzuführen fliegt Max nach Kreta. Auf der kargen, aber wunderschönen Mittelmeerinsel, nahe der biologisch einzigartigen Samaria-Schlucht wird aus dem passiven Tierfilm-Schauer ein aktiver Dokumentationsfilmer.

„Irgendwann richte ich die Kamera auf ihn. Auch er sieht begeistert aus und erinnert mich daran, dass ich nicht vergessen sollte, nach den Menschen Ausschau zu halten.“

Doch reihen sich weitere Peng-Schläge ein. So erfährt er, daß die Eltern bei Hannah und ihrem griechischen Ehemann untergekommen waren, die sich aber schon seit vielen Jahren kannten und eine lockere Liebesbeziehung führten. Das, was in Max stets rumort, da er selber nicht weiß zu wem er gehört und wen er lieben kann, haben die vermeidlich spießigen Eltern gelebt.

Max, der in seiner Vergangenheit in seiner passiven Rolle eine gewaltvolle Szene beobachten musste und wegen seiner Lethargie nicht helfen konnte, reist weiter nach New York – von den natürlichen Schluchten Kretas zu den architektonischen Häuserschluchten der Weltmetropole. Er stellt sich seinen Geistern und sucht seine Konfrontation.

„Morgen Abend gehe ich auf Konfrontationskurs“.

Mir hat das Buch Freude bereitet. Am Anfang hat es mich oft zum Lachen und zum Schmunzeln gebracht. Doch wird der Witz gleich den „Pengs“ immer weniger und machen einem nachdenklicheren Ton Platz.

Gelesen habe ich das Buch eingehends nur, weil es für den Buchpreis nominiert ist und ich dadurch sehr neugierig gemacht worden bin. Die Charaktere haben mich sehr schnell in ihren Bann gezogen und die souveräne, leichte Sprache sowie der unkonventionelle Erzählstil haben mir viel Spaß gemacht. Ebenfalls durfte ich mit dem Buch auf meine Lieblingsinsel reisen: Kreta.

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